Greiftechnik für humanoide Systeme Schunk bündelt humanoide Roboterhände in neuem Spin-off

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Schunk hat im Januar 2026 eine eigene Gesellschaft für humanoide Roboterhände gestartet. Das Spin-off soll eine modulare Fünf-Finger-Hand mit Handgelenk und Unterarm zur Serienreife bringen und Industriepartnern den Einstieg erleichtern.

Das neu gegründete Schunk-Spin-off bündelt Kompetenzen im Bereich humanoider Robotik, um deren Einsatz in Industrieanwendungen skalierfähig auszubauen.(Bild:  Schunk SE & Co. KG)
Das neu gegründete Schunk-Spin-off bündelt Kompetenzen im Bereich humanoider Robotik, um deren Einsatz in Industrieanwendungen skalierfähig auszubauen.
(Bild: Schunk SE & Co. KG)

Mit der Gründung der Schunk Humanoid Robotics GmbH spaltet der Greiftechnik- und Automatisierungsanbieter seine Aktivitäten rund um humanoide Hände organisatorisch ab. Ziel ist es, modulare Roboterhände für industrielle Anwendungen zu entwickeln und damit den Einsatz humanoider Systeme breiter abzustützen.

Schunk verweist dabei auf Erfahrung aus der Greiftechnik sowie auf Kooperationen mit Industrie, Start-ups und Forschung. Eine 5-Finger-Greifhand hat das Unternehmen nach eigenen Angaben seit mehr als zehn Jahren im Portfolio und will damit Anwendungen jenseits von Labor und Forschung adressieren. Das Spin-off soll Entwicklungszyklen verkürzen und Lösungen schneller in marktfähige Produkte überführen.

Baukasten statt Einzelprojekt

Das neue Unternehmen greift auf bestehende Infrastruktur zurück, darunter Test- und Entwicklungsflächen in den unternehmenseigenen Roboter-Applikationszentren (CoLabs). Dazu kommt ein internationales Netzwerk in Forschung und Entwicklung. Schunk sieht außerdem Rückenwind durch bestehende Kundenbeziehungen und etablierte Zugänge zu Märkten, in denen humanoide Robotik gerade erst aus der Pilotphase herauswächst.

Prototyp mit Handgelenk und Unterarm

Im Zentrum steht die nächste Generation einer modular aufgebauten, anthropomorphen 5-Finger-Greifhand mit integriertem Handgelenk und Unterarm. Schunk beschreibt die Hand als skalierbaren Baustein für den industriellen Einsatz humanoider Systeme; ein neuer Prototyp stehe kurz vor dem Einsatz. „In der humanoiden Robotik liegt enormes Marktpotenzial. Mit der Ausgründung schaffen wir den Freiraum für ein agiles, eigenständiges Unternehmen im Start-up-Stil, mit starkem technologischen Fundament und ausgeprägter Marktnähe. Damit bauen wir unsere Position als führender End-of-Arm-Partner in der Robotik weiter aus und etablieren einen globalen Standard für humanoide Hände“, sagt Timo Gessmann, CTO von Schunk.

Gesucht: Embedded bis Systemintegration

Parallel baut das Spin-off Personal auf. Genannt werden Profile entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von Mechatronik und Embedded-Entwicklung über KI und Simulation bis hin zu Systemintegration und Produktmanagement. Für Entwickler ist das ein klarer Fingerzeig: Schunk will die Hand nicht nur mechanisch auslegen, sondern auch Elektronik, Regelung und Software eng mitdenken. (mc)

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