LTN Servotechnik Schnellere Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gefordert

Redakteur: Franz Graser

Für eine zügige Eingliederung der als Flüchtlinge anerkannten Personen in den regionalen Arbeitsmarkt hat sich Ludwig Angerpointner, der Geschäftsführer des Servotechnik-Spezialisten LTN aus Otterfing, ausgesprochen.

Anbieter zum Thema

Ludwig Angerpointner, Geschäftsführer der LTN Servotechnik aus Otterfing, fordert eine schnellere Bearbeitung von Asylanträgen und eine rasche Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt.
Ludwig Angerpointner, Geschäftsführer der LTN Servotechnik aus Otterfing, fordert eine schnellere Bearbeitung von Asylanträgen und eine rasche Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt.
(Bild: SMG Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach)

Als Chef eines Unternehmens mit 270 Beschäftigten und Träger des diesjährigen Wirtschaftspreises der Region Miesbach ist Angerpointner an den oft gut qualifizierten und motivierten Arbeitskräften aus aller Welt interessiert . Doch In keinem anderen EU-Land dauert die Bearbeitung von Asylanträgen so lange wie in Deutschland, heißt es in einer Pressemitteilung der LTN Servotechnik.

Um Angerpointners Forderung an die Politik in München und Berlin zu unterstreichen, unterstützt die LTN Servotechnik derzeit Sprachkurse für Asylbewerber in Otterfing finanziell. Denn die Sprache ist der Schlüssel zur sozialen wie beruflichen Integration. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen den Pakt für Integration und Arbeit (PIA) im Landkreis Miesbach zur schnelleren Integration von Asylbewerbern.

Lehrlingsflaute versus Arbeitsverbot für Asylbewerber

Während viele Asylbewerber gerne arbeiten würden, aber nicht dürfen, können viele Handwerksbetriebe in Oberbayern die freien Ausbildungsplätze mangels Bewerbern nicht besetzen. Im Landkreis Miesbach ist die Lehrlingssituation besonders gravierend: so waren laut der Ausbildungsstatistik der Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern im Jahr 2014 insgesamt 574 Ausbildungsplätze ausgeschrieben. Es konnten aber nur 274 Auszubildende gefunden werden.

Gleichzeitig wurden nur 53 unversorgte Ausbildungsbewerber registriert. Besonders groß ist der Azubimangel in den gewerblich-technischen Berufen (-15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), vor allem in der Metalltechnik (-29 Prozent).

„Die Zahl der Asylbewerber wird auch in den nächsten Monaten und Jahren weiter steigen, Flüchtlinge sind heute ein Bestandteil unserer Gesellschaft“, erklärt LTN-Geschäftsführer Ludwig Angerpointner.

„Doch statt zu lamentieren, sollten wir die Chancen und den Nutzen erkennen, den uns diese Menschen bieten. Wir können das Problem am schnellsten lösen, wenn wir den Flüchtlingen helfen, auf eigenen Beinen zu stehen. Dazu gehören das Erlernen der deutschen Sprache, der Zugang zu Bildung und die Integration in den Arbeitsmarkt. Je besser uns dies gelingt, umso reibungsloser wird auch das Ankommen in der Gesellschaft gelingen.“

(ID:43527056)