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Gebündeltes EMV-Knowhow
Im Fachbereich EMV bündelt und erweitert der deutsche Netzteilprofi noch stärker als bisher seine Mess- und EMV-Expertise. Standardisierte Prozesse mit einheitlichen Messprotokollen helfen, Probleme nachzuverfolgen und schnell zu beseitigen. Bei dieser Gelegenheit hat inpotron seine Messprotokolle überarbeitet und dem neusten Normungsstand angepasst.
Sie enthalten jetzt zum Beispiel auch Temperatur- und Luftfeuchteangaben sowie weiterführende Informationen zu den vorgegebenen Kriterien. Darüber hinaus können die Tester nun Strom- und Spannungsmesswerte für drei Ausgänge je Prüfling festhalten. Natürlich sind EMV-Messungen für inpotron seit jeher wichtiger Bestandteil beim Entwickeln hochwertiger Netzteile.
Der Ausbau des Labors mit mehr und dedizierten EMV-Messplätzen trägt auch dem Erfolg des Unternehmens Rechnung. An insgesamt sechs Plätzen können Messungen nun parallel erfolgen, was den Durchsatz erhöht. Konkret sind die Plätze folgenden Prüfungen zugeordnet: Störfestigkeit gegenüber Stoßspannungen (Surge) sowie das Entladen statischer Elektrizität (ESD), schnelle transiente elektrische Störgrößen (Burst), hochfrequente Signale (HF) auf Leitungen, Bahnmessungen und Störfestigkeit gegen Spannungseinbrüche, Kurzzeitunterbrechungen und Spannungsschwankungen.
Für seine Messplätze verwendet inpotron Test- und Messausrüstungen vieler marktführender Hersteller. Darüber hinaus verfügt inpotron über zwei Klimaschränke, in denen der Betrieb bei definierten Umgebungsbedingungen möglich ist. So lässt sich beispielsweise das Derating bei hohen oder tiefen Temperaturen verfolgen und belegen. Das ist wichtig für Vorhersagen, wie gut ein Netzteil in unterschiedlichen klimatischen Umgebungen arbeiten wird.
Ein High-Light ist die GTEM-Zelle: Diese „Gigahertz Transverse Electromagnetic Cell“ hat die Form eines eckigen, mehrere Meter langen Trichters, ist aus Metall gefertigt und stellt für Prüfungen und Messungen zur elektromagnetischen Verträglichkeit eine definierte Umgebung bereit. Im Trichter platzierte Baugruppen lassen sich hinsichtlich gestrahlter Störaussendung beziehungsweise Störfestigkeit überprüfen, wie es zum Beispiel die Normenreihe DIN EN 61000-6-x für die Prüfung der EMV vorsieht.
Eine GTEM-Zelle hat den Vorteil, dass Messungen von 0 Hz bis hin zu einigen GHz möglich sind und so der Prüfling in einem breiten Frequenzspektrum auf Einhaltung der EMV-Grenzwerte hin untersucht werden kann. Dabei ist das Prüfvolumen elektromagnetisch vollständig von der Umgebung entkoppelt, sodass Auswirkungen auf umliegende Messplätze ausgeschlossen sind.
Netzteile ohne Umwege verifizieren
Mit seinem neu aufgebauten, vielseitigen EMV-Messlabor kann inpotron Elektronikprodukte umfassend auf Einhaltung der Vorgaben zahlreicher EMV-relevanter Normen testen, darunter DIN EN 61000-6-1:2007, DIN EN 61000-6-2:2006, DIN EN 61000-6-3:2012, DIN EN 61000-6-4:2011, DIN EN 55011:2011, DIN EN 55022:2011, DIN EN 55024:2011, DIN EN 60601-1-2:2010 und DIN EN 61547:2010. Die EMV-Fachabteilung ermöglicht es, ein Netzteil entwicklungsbegleitend ohne Umwege direkt im Haus vollständig zu verifizieren und bei Bedarf Anpassungen am Design vorzunehmen. So entsteht kein Zeitverlust durch Lieferwege zu einem externen EMV-Testlabor.
Das verkürzt die Bearbeitungszeit und verbessert die Reaktionsfähigkeit von inpotron. Das Unternehmen kann außerdem beständig weitere EMV-Expertise aufbauen und die Zuverlässigkeit der eigenen Produkte noch weiter erhöhen – ein großer Vorteil für seine Kunden. Als Hersteller hochwertiger Schaltnetzteile kennt inpotron die zunehmende Bedeutung der elektromagnetischen Verträglichkeit elektronischer Produkte aus seinem Tagesgeschäft. Daher will das Unternehmen seinen EMV-Fachbereich kontinuierlich ausbauen.
Geplant ist zum Beispiel ein neuer Generator inklusive Software für Störfestigkeitsmessungen, mit dem sich die Messgeschwindigkeiten und damit der Durchsatz weiter erhöhen lässt. Für die Klimaschränke wird derzeit ein neues Messprogramm programmiert, das Wertänderungen über festgelegte Zeiträume loggt und somit auch detaillierte Langzeitbetrachtungen ermöglicht. Darüber hinaus verfassen die Ingenieure einen EMV-Leitfaden mit typischen Fehlerbildern, mit dessen Hilfe sich Stromversorgungen schnell und gezielt verbessern lassen.
Power Seminar
EMV-konforme Entwicklung und Integration von Stromversorgungen
EMV-Praxis 2018
Wer EMV versteht, entwickelt gleich EMV-gerecht
* Andreas Kirchenmayer ist verantwortlicher Mitarbeiter für EMV und Messlabor bei der inpotron Schaltnetzteile GmbH.
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