US-Wahlen Scanner aus Niederbayern helfen, den US-Präsidenten zu ermitteln

Franz Graser

Anbieter zum Thema

Morgen wählen die Vereinigten Staaten von Amerika nicht nur ihren Präsidenten, sondern auch das Repräsentantenhaus, ein Drittel des Senats sowie zahlreiche Gouverneure. Mit dabei sind Dokumentenscanner aus dem niederbayerischen Ergolding.

Mit dem Hochleistungsscanner DS 850 von Datawin, der im niederbayerischen Ergolding konstruiert und gebaut wird, werden in vielen US-Städten die eingehenden Stimmzettel der Briefwähler gezählt, sortiert und ausgewertet.(Bild:  Election Systems & Software)
Mit dem Hochleistungsscanner DS 850 von Datawin, der im niederbayerischen Ergolding konstruiert und gebaut wird, werden in vielen US-Städten die eingehenden Stimmzettel der Briefwähler gezählt, sortiert und ausgewertet.
(Bild: Election Systems & Software)

Vor einigen Tagen berichtete ELEKTRONIKPRAXIS über das wachsende Misstrauen der amerikanischen Bevölkerung gegenüber den Wahlcomputern, die in vielen Bundesstaaten zum Einsatz kommen. In vielen Staaten der USA wird allerdings nach wie vor mit Wahlzetteln aus Papier abgestimmt. Um der Flut der Wahlscheine Herr zu werden, setzt das US-Unternehmen Election Systems & Software (ES&S) auf einen Dokumentenscanner, der von der Firma Datawin aus dem niederbayerischen Ergolding entwickelt und hergestellt wird.

Für die Zählung der Stimmzettel, die per Briefwahl eingereicht werden, kommt der Hochleistungsscanner DS 850 zum Einsatz. Das Gerät ist laut Hersteller in der Lage, 300 von Hand ausgefüllte Wahlzettel pro Minute auszuwerten. Die gezählten Stimmzettel werden zudem automatisch sortiert – in das rot markierte Fach wandern die Stimmen für den republikanischen Kandidaten Mitt Romney und in das blau markierte Fach die für den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama. Auf diese Weise werden eventuell nötige händische Nachzählungen erleichtert. In einem dritten Fach landen dann zum Beispiel ungültig markierte Stimmscheine.

Wichtig für den Zuschlag an das bayerische Unternehmen war neben der reinen Leseleistung die hohe Zuverlässigkeit. Die Anforderungen besagen, dass dem Gerät höchstens ein Fehler pro 10.000 Wahlzettel unterlaufen darf, wobei unter Fehler ein doppelter Einzug, ein Papierstau oder ein Lesefehler verstanden wird.

Der Scanner DS 850 wurde in einem Zeitraum von 18 Monaten entwickelt und in weiteren 24 Monaten vom US-Auftraggeber ES&S zertifiziert. ES&S ist der größte US-Hersteller von Wahlcomputern und Zählautomaten. Das Unternehmen ES&S war zwischenzeitlich in die Kritik geraten, weil der ältere Dokumentenscanner DS200 einige Funktionsstörungen aufwies – unter anderem wurden abgegebene Stimmen nicht oder nicht korrekt erkannt, wenn der Stimmzettel nicht richtig eingezogen wurde.

Das bayerische Produkt, das unter der Marke ES&S vermarktet wird, hat dagegen bereits bei einigen regionalen Wahlen seine Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt. Gegenüber dem niederbayerischen Online-Dienst Idowa nannte der Geschäftsführer von Datawin eine Fehlerquote von 0,02 Prozent.

(ID:36548750)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung