Leitungstreiber RS-422-Treiber mit analogem Bypass für Encoder-Anwendungen
Anbieter zum Thema
Der Baustein iC-HF von IC-Haus bietet 6 RS-422-Leitungstreiber für Encoder-Anwendungen von 3 bis 5,5 V. Durch die integrierte Encoder-Link-Funktion sind Leitungstreiber deaktivierbar und analoge/digitale Signale können über die Pins der Leitungstreiberausgänge direkt zugänglich gemacht werden. Für den differenziellen RS-422-Leitungsbetrieb sind die sechs differenziellen Treiberstufen komplementär ausgeführt.
Die Push-Pull-Endstufen sind für eine Treiberleistung von je maximal 65 mA bei 5 V ausgelegt und arbeiten bis zu einer Ausgangsfrequenz von 10 MHz bei RS-422-Terminierungen. Die Treiberstufen sind strombegrenzt, kurzschlussfest und durch Übertemperaturabschaltung geschützt. Die Strombegrenzung reduziert zusätzlich die EMV-Belastung.
Zur Versorgung von Sensorstrukturen dient ein Verpolungsschutz, der sensorseitig bis 60 mA belastbar ist.
Der Chip ist über Pins konfigurierbar und unterstützt die Aktivierung der Encoder-Link-Funktion durch eine sichere, extern stimulierte Signalsequenz an zwei komplementären Leitungstreiberausgängen. Mit dem Encoder-Link-Zustand sind insgesamt 9 Pins sensorseitig mit der Feldseite verbunden. Über dieses niederohmige Bypassing können sowohl analoge Sensorsignale als auch digitale Kommunikationssignale, wie z.B. BiSS, SPI, I²C, an vorhandene Ausgangstreiber-Pins geschaltet werden.
Mit der Encoder-Link-Funktion können Sensoren über herkömmliche RS-422 Ausgänge zu Kalibrierung oder Programmierung genutzt werden, ohne zusätzliche Kontakte, Steuerleitungen oder Stimuli vorhalten zu müssen. Auch nach der Fertigung können hiermit Systeme ohne Öffnung eines Gehäuses zugänglich gemacht werden. Durch eine Gleichteilstrategie, reduzierte Kontaktanzahl, kleinere Steckverbinder und weniger Leitungen ergibt sich ein signifikantes Potential zur Kostenreduktion.
Alle Bausteine besitzen eine Unterspannungs- und Chiptemperaturüberwachung, die im Bedarfsfall die Endstufen hochohmig schaltet. Ein sensorseitiges Fehlersignal wird mit den bausteineigenen Fehlerzuständen logisch kombiniert. Im Fehlerfall wird der Open-Drain-Fehlerausgang NERR aktiviert. Alle Eingänge sind CMOS und TTL-kompatibel und gegen ESD geschützt.
Für Bus-Anwendungen können die Empfänger und Treiber passend zur BiSS-Busstruktur umgestellt werden. Somit stehen neben 3 x RS-422-Leitungstreiber, z.B. für differenzielle Quadratursignale oder Kommutierungssignale, zusätzlich 2 x RS-422-Receiver und ein RS-422-Treiber für die BiSS-Schnittstelle zur Verfügung.
Der Baustein ist im QFN32-Gehäuse mit Thermal-Pad-Ausführung erhältlich. Der Betriebstemperaturbereich beträgt –40 bis 125 °C.
(ID:42436646)