Restrukturierungsmaßnahmen Rotstift bei Bosch in Reutlingen und Abstatt, Investition in Halbleiter

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Im Juli 2025 machen abermals negative Neuigkeiten aus dem Bosch-Konzern die Runde. Es heißt, dass bis Ende 2029 1.100 Stellen im Werk in Reutlingen gestrichen werden müssen, wenngleich an dem Standort verstärkt in die Halbleiterei investiert werden soll. Auch in Abstatt bei Heilbronn sollen Stellen gestrichen werden.

Der Forschungscampus von Bosch in Renningen.(Bild:  Robert Bosch GmbH)
Der Forschungscampus von Bosch in Renningen.
(Bild: Robert Bosch GmbH)

Seit inzwischen Jahren versucht die Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH den Konzern zu restrukturieren, um sich für die Zukunft zu wappnen. Im Rahmen zahlreicher Ankündigungen wurde dabei immer wieder von Stellenstreichungen gesprochen; im März 2024 wurde der Jobabbau in den verschiedensten Bereichen auf rund 7.000 Arbeitsplätze summiert. Inzwischen, im Juli 2025, sind es laut den Hochrechnungen diverser Medien etwa 14.000 Jobs, die dem Rotstift zum Opfer gefallen sind. Ein Großteil davon soll im Zuliefererbereich gespart werden. Diese Sparte ist insbesondere durch den schwachen Automotive-Markt in Schwierigkeiten geraten.

Die neuesten Pläne für Stelleneinsparungen wurden laut Medienberichten am 22. Juli 2025 von Bosch-Bereichsleiter Dirk Kress bestätigt, etwa im Videointerview mit der Redaktion des SWR. Der Standort Reutlingen in Baden-Württemberg soll neu aufgestellt werden. Im Rahmen einer stärkeren Ausrichtung auf die Produktion von SiC-Halbleitern soll die Reinraumfläche in Reutlingen um mehr als 5.000 m² erweitert werden. Gleichzeitig rechnet man jedoch mit der Streichung von etwa 1.100 Stellen bis Ende des Jahres 2029. Vornehmlich die Fertigung und Produktion von Steuergeräten sind von diesen Plänen betroffen, ebenso die Verwaltung.

„Der erforderliche Stellenabbau fällt uns nicht leicht, ist zur Zukunftssicherung des Standorts jetzt aber dringend erforderlich“, wird Kress zitiert. Arbeitnehmervertreter und Belegschaft in Reutlingen wurden darüber informiert, jedoch gebe es noch keine Entscheidungen über Maßnahmen. „Der Betriebsratsvorsitzende von Bosch in Reutlingen, Thorsten Dietter, sagte dem SWR, besonders das Werk in Kusterdingen sei davon betroffen. Dort sollen rund 650 Arbeitsplätze gestrichen werden. Das ist mehr als die Hälfte des geplanten Stellenabbaus“, heißt es beim SWR.

Ebenfalls am 22. Juli 2025 wurde mitgeteilt, dass auch bei Bosch Engineering gespart werden soll. Weltweit plane man, rund 460 Stellen zu streichen, die meisten davon in Abstatt im Kreis Heilbronn und in Holzkirchen bei München. In Abstatt wurde bereits im vergangenen Jahr die Arbeitszeit reduziert, mittlerweile auf 36 Stunden pro Woche. (sb)

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