Robotik Roboter „Obelix“ erkundet mit eigenen Sensoren die Freiburger Innenstadt
Mission erfolgreich beendet! Kurz vor 12 Uhr meldete der Roboter mit dem Namen „Obelix“ per Twitter: „Hurra, bin am Bertoldsbrunnen angekommen!“ Mit Hilfe seiner eigenen Sensoren hatte das Gerät den Weg von der Freiburger Universität in die Innenstadt zurückgelegt.
Anbieter zum Thema

Die Strecke, die der Roboter zu bewältigen hatte, war zwar nur vier Kilometer lang. Allerdings durfte das Gerät dabei „weder vor ein Auto geraten noch mit Radfahrern oder Fußgängern kollidieren“, erläuterte Professor Wolfram Burgard, Inhaber des Lehrstuhls für Autonome Intelligente Systeme am Institut für Informatik der Uni Freiburg.
Burgard leitet auch das Projekt EUROPA (European Robotic Pedestrian Assistant), das sich die Entwicklung von Automaten zum Ziel gesetzt hat, die selbstständig in Städten oder in Einkaufszentren navigieren können, um dort Touristen oder Kunden bestimmte Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. An dem Projekt sind Forscherinnen und Forscher der Uni Freiburg, der RWTH Aachen, der Universitäten Oxford und Leuven sowie der Schweizer Firma Bluebotics beteiligt.

Der kleine Automat legte seinen Weg zwar störungsfrei zurück, allerdings sorgte der Tross der Journalisten, die den Roboter begleiteten, für einige Verzögerungen: Wenn sich nämlich ein Fotograf vor dem Automaten aufbaute, um Aufnahmen zu machen, stoppten die Sensoren die Bewegung des Roboters. Zudem musste „Obelix“ an Ampeln manuell bedient werden, da das Gerät keine Farben unterscheiden kann.
Als größte Schwierigkeit galten zudem die zahlreichen „Bächle“, die die Freiburger Innenstadt durchziehen. Aber auch diese Schwierigkeit meisterte der Automat vorbildlich.
(ID:35181460)