Zustandsgrößen messen RFID-Sensoren für Kabel und Steckverbinder
Die Lebensdauer von Kabeln wird vielfältig im Labor getestet. Jetzt ist es möglich, mithilfe von RFID-Tags und speziellen Sensoren Zustandsgrößen wie Feuchtigkeit, Druck, Temperatur im Feld zu messen und in ein IT-System zu übertragen und auszuwerten.
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Kabel und Leitungen reagieren auf Kälte, Hitze, Feuchtigkeit, Trockenheit oder Druck. Und sie fallen unter Umständen aufgrund extremer Werte irgendwann aus.
Die Stuttgarter Lapp Gruppe hat ein Verfahren auf Basis der RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) entwickelt, mit dem man bei Kabeln und Industriesteckverbindern Zustände wie Feuchtigkeit, Druck oder Temperatur messen kann. Mittels der RFID-Technologie lässt sich schon frühzeitig feststellen, ob mit dem Kabel und seiner Umgebung etwas nicht in Ordnung ist. Dadurch werden nicht nur teure Produktionsausfälle vermieden sondern auch mögliche Gefahrenzustände rechtzeitig erkannt.

Dazu werden winzige, intelligente RFID-Tags in Kabel oder Steckverbinder implementiert und mit Sensorik, die individuell programmierbar ist, versehen. Damit ist es möglich, für jeden Anwendungsfall die benötigte Information (Identifikation oder Zustandsgrößen wie z.B. Feuchtigkeit, Druck oder Temperatur) mittels eines Lesegerätes abzurufen und in das IT-System zur Weiterverarbeitung zu übertragen (Bild 1).
Die RFID-Tags werden bereits innerhalb des Produktionsprozesses in das Kabel oder den Steckverbinder integriert. Die hohe Flexibilität und die mechanische Belastbarkeit bleiben dabei erhalten. Auch die metallischen EPIC-Steckverbinder lassen sich mit dem RFID-Tag versehen und die Daten können problemlos – ohne Störeinflüsse der metallischen Umgebung – ausgelesen werden.
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