IT-Sicherheit Red Hat veröffentlicht Tool zur Messung digitaler Souveränität

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Wie viel Kontrolle haben Unternehmen wirklich über ihre Daten? Ein neues Online-Tool von Red Hat hilft Firmen, ihre digitale Souveränität objektiv zu bewerten und eine Roadmap für mehr Unabhängigkeit zu erstellen.

Digitale Selbstbestimmung: Das neue Assessment-Tool von Red Hat hilft Unternehmen dabei, die volle Kontrolle über ihre IT-Infrastruktur zurückzugewinnen.(Bild:  KI-generiert)
Digitale Selbstbestimmung: Das neue Assessment-Tool von Red Hat hilft Unternehmen dabei, die volle Kontrolle über ihre IT-Infrastruktur zurückzugewinnen.
(Bild: KI-generiert)

Unternehmen müssen ihre IT-Infrastruktur modernisieren, geraten dabei aber oft in Abhängigkeit von einzelnen Cloud-Anbietern. Um dieses Problem zu lösen, hat Red Hat das „Digital Sovereignty Readiness Assessment Tool“ vorgestellt. Die Anwendung ermöglicht es Verantwortlichen, den Status quo ihrer digitalen Selbstbestimmung anhand eines Fragenkatalogs zu ermitteln. Da Organisationen ihre Resilienz aufgrund strenger regulatorischer Vorgaben stärken müssen, bietet das Werkzeug eine wichtige Orientierung in komplexen Technologielandschaften.

Das Ziel ist Transparenz in oft undurchsichtigen Software-Stacks. Viele Firmen scheitern in der Praxis an Datensilos oder „Black Box“-Lösungen, deren Innenleben sie nicht kontrollieren können. Red Hat liefert hier eine objektive Basis zur Bewertung der eigenen Handlungsfähigkeit. „Digitale Souveränität ist der ultimative strategische Hebel für Innovation“, betont Hans Roth in seinem Blogbeitrag zur Einführung des Werkzeugs. Souveränität müsse laut Roth ein Fundament bilden, um frei über den Betrieb von Arbeitslasten zu entscheiden.

Sieben Dimensionen der Unabhängigkeit

Das Assessment deckt sieben Bereiche ab, die über die reine Datenhoheit hinausgehen. Neben der Datensouveränität prüft das Tool die technische und operative Kontrolle. Es wird ermittelt, ob Teams Systeme ohne externe Hilfe warten und nach Ausfällen eigenständig wiederherstellen können. Nur wer seine IT-Umgebung vollständig versteht, kann sie effektiv steuern und die Betriebsfähigkeit garantieren.

Ein weiterer Fokus liegt auf der unabhängigen Prüfbarkeit und der Nutzung von Open-Source-Ansätzen, um die Bindung an einzelne Anbieter zu vermeiden. Auch die Verankerung in der Chefetage wird bewertet, da Souveränität eine strategische Entscheidung der Unternehmensführung ist. Nutzer werden nach dem Test in vier Reifegrade eingestuft, von der Basis-Phase bis zur proaktiven Kontrolle. Als Ergebnis erhalten sie eine Roadmap mit konkreten Schritten, um bestehende Lücken gezielt zu schließen.

Offener Standard statt verschlossener Systeme

Red Hat veröffentlichte den Quellcode und die Bewertungskriterien des Tools als Open Source. Damit reagiert der Anbieter auf die Kritik an Analysewerkzeugen, die selbst oft intransparent bleiben. „Wahre Unabhängigkeit kann nicht im Geheimen verifiziert werden“, schreibt Hans Roth in seinem Artikel „How sovereign is your strategy?“, um den offenen Ansatz zu begründen. Die Offenlegung der Logik erlaubt es Partnern und Kunden, die Ergebnisse nachzuvollziehen und das Framework für eigene Zwecke anzupassen. (mc)

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