EDA-Tools Questa One um agentische KI für die Chipverifizierung erweitert

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Die steigende Komplexität von Chipdesigns setzt Verifikationsprozesse zunehmend unter Druck. Siemens integriert als Lösungsansatz agentische KI in sein Questa-One-Portfolio, um Design- und Verifizierungsabläufe zu beschleunigen.

Mit dem Fuse EDA AI Agent verfolgt Siemens EDA ein umfassendes Programm, alle Aspekte des Chipdesigns mit KI-Coworkern zu erleichtern, auch in Questa One.(Bild:  Siemens EDA)
Mit dem Fuse EDA AI Agent verfolgt Siemens EDA ein umfassendes Programm, alle Aspekte des Chipdesigns mit KI-Coworkern zu erleichtern, auch in Questa One.
(Bild: Siemens EDA)

Mit der zunehmenden Komplexität von Chipdesigns rückt agentische KI bei vielen EDA-Tool-Entwicklern in den Fokus, um die Ingenieure bei mühseligen Aufgaben zu entlasten. Je komplexer die Chips werden, desto aufwendiger wird allerdings auch der Verifikationsprozess – so kompliziert, dass er mittlerweile als Flaschenhals in der Entwicklung angesehen wird.

3D-ICs, chipletbasierte Architekturen und softwaredefinierte Systeme erhöhen den Aufwand in der Verifizierung erheblich, während gleichzeitig eine Produktivitätslücke entsteht, da klassische Toolketten und Workflows mit dieser Entwicklung nur begrenzt Schritt halten. Deswegen setzen die großen EDA-Anbieter zunehmend auf intelligente Agenten, unter anderem Siemens EDA.

Agentische KI im Verifikationsprozess

Im Februar 2026 hat das Unternehmen das Questa One Agentic Toolkit vorgestellt, das domänenspezifische KI-Workflows in die Verifizierungsumgebung Questa One integriert. Ziel ist es, zentrale Schritte im IC-Design – von der Erstellung über die Verifikationsplanung bis hin zu Debugging und Abschluss – effizienter zu gestalten und die Zeit bis zur RTL-Freigabe zu verkürzen.

Das neue Toolkit setzt auf sogenannte agentische KI: autonome Systeme, die innerhalb definierter Rahmenbedingungen Aufgaben analysieren, planen und ausführen können. Dabei bleibt die Kontrolle an entscheidenden Stellen beim Entwickler. Die Workflows sind darauf ausgelegt, mehrere Schritte miteinander zu verknüpfen, anstatt isolierte Tool-Interaktionen abzubilden. Zu den Funktionen zählen unter anderem die automatisierte Generierung von RTL-Code aus Beschreibungen, die Analyse von Designfehlern (Linting), die Optimierung von Clock-Domain-Crossing-Prüfungen sowie die Erstellung von Verifikationsplänen. Auch die Fehleranalyse wird unterstützt, indem unterschiedliche Datenquellen wie Wellenformen, Abdeckungsdaten und Protokolle miteinander korreliert werden.

Das Toolkit ist Teil eines größeren KI-Ansatzes im EDA-Umfeld und lässt sich in das Fuse-EDA-AI-System von Siemens integrieren. Gleichzeitig ist es so ausgelegt, dass bestehende Entwicklungsumgebungen und Tools weiterhin unabhängig davon genutzt werden können. Das Questa One Agentic Toolkit ist derzeit im Rahmen eines Early-Access-Programms verfügbar. (sb)

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