Audio- und Industriesteckverbinder Qualität zahlt sich aus
Mit einer konsequenten Qualitätsphilosophie und der Nähe zum Kunden hat sich das Liechtensteiner Unternehmen Neutrik seit mehr als 30 Jahren einen Namen gemacht. Zu den Spezialitäten der Liechtensteiner gehören die Konstruktion, Herstellung und Vermarktung von Audio-, Koaxial-, Strom- und Rundsteckverbindern.
Anbieter zum Thema
„Erfindungsgeist, Innovationskraft und Kundenorientierung haben Neutrik groß gemacht. Seit mehr als 30 Jahren setzt der Betrieb mit seinen Produkten neue Standards“, erklärt Heinrich W. Zant, Direktor International Sales beim in Schaan/Liechtenstein beheimateten Unternehmen (Bild 1).
Die Firma offeriert weltweit professionelle Steckverbindungen und Systeme für die Unterhaltungsbranche sowie spezielle Sonderanwendungen u.A. für die Medizintechnik und Industrie.
Alles begann mit Audio-Steckverbindern

Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens begann ganz klassisch im Sommer 1975 in einer kleinen Werkstatt in Liechtenstein. Bernhard Weingartner hatte die Idee, innovative Produkte für die Schnittstellenverbindung zwischen Mechanik und Elektronik zu entwickeln. In der Werkstatt wurden die ersten XLR-Steckverbinder für die Unterhaltungselektronik hergestellt, da dieses Format sich damals gerade, aus den USA kommend, in Europa zunehmend durchzusetzen begann (Bild 2).

Der Hauptsitz der mittlerweile zur Weltspitze gehörenden Firma befindet sich auch heute noch in Schaan im Fürstentum Liechtenstein, wo Management, F&E, Logistik, Produktion und Controlling konzentriert sind (Bild 3). Das liege u.A. an den sehr unternehmerfreundlichen Wirtschaftsprogrammen des Fürstentums, kleinen Hierarchien und Verwaltungswegen im Land und nicht zuletzt an den guten Personalressourcen, die das Land bietet, da man aus vier Schulsystemen (Liechtenstein und den drei Nachbarländern) Mitarbeiter rekrutieren könne, meint Zant. Und auf ein gut ausgebildetes Team, das die Unternehmensleitlinien „Kontinuität, Qualität und Innovation“ lebt, lege man großen Wert.
Mehrwert hochqualifizierte Mitarbeiter
Heute sind mehr als 750 hoch qualifizierte Mitarbeiter aus über 30 Nationen weltweit für die Liechtensteiner Firma tätig. Mit neun Tochtergesellschaften und einem Netzwerk von Distributoren bietet man in 99 Ländern Service und Beratung.
Es werden jährlich über 600 t Zinkdruckguss, 350 t Messing, 1000 kg Silber, nahezu 100 kg Gold sowie 360 t Kunststoff verarbeitet. Aus 600 Millionen Einzelteilen entstehen mehr als 2000 hochwertige Steckverbindertypen.
Hochautomatisierte, klar definierte Produktionsprozesse

Um die hohen Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen, hat man klar definierte Prozesse – von der Idee bis zum fertigen Produkt. Die kontinuierliche Überwachung und ständige Verbesserungen der hochautomatisierten Produktion garantieren eine hohe Qualität. Ein Beispiel ist die Produktion von Klinkensteckern (Bild 4). Auch bei der Rohware und den Unterlieferanten für Kunststoff- oder Druckgussteile wird auf eine hohe Qualität geachtet.
Am Hauptsitz in Liechtenstein werden 95% der Produkte hergestellt, der restliche Anteil an den beiden anderen Produktionsstandorten in Großbritannien und China, an denen vorrangig manuelle Arbeiten verrichtet werden. Wöchentlich liefert man 1,8 Millionen Produkte aus.
Mehrnutzen für den Kunden
Gemeinsam mit Kunden und externen Partnern arbeitet man in Schaan kontinuierlich an neuen Konzepten und kundenspezifischen Lösungen. Die Fertigung ist durch intelligente Technologien, moderne Werkstoffe und standardisierte Prozesse gekennzeichnet. Das Qualitätskonzept basiert auf dem ISO 9001:2000 Managementsystem.

Zant sieht die große Stärke der Firma in der Nähe zum Kunden. Gemeinsam erarbeitete Konzepte lassen sich sehr schnell in die Produktion umsetzen. So entstehen einzigartige Produkte und Lösungen, die weltweit neue Standards setzen.
„Niedrige Preise und kurze Lieferzeiten anbieten, das kann jeder. Kundenwünsche zu erfüllen, das ist ganz anders. Da ist Neutrik vor 30 Jahren einen anderen Weg gegangen“, erklärt Zant.
Über den Tellerrand blicken
Dieses Konzept hat sich bisher ausgezahlt. Im Bereich Audio/Video/Daten hat die Liechtensteiner Firma einen Marktanteil von 50%. Zusätzlich beginnt man sich seit einiger Zeit in anderen Gebieten wie dem Maschinen- und Gerätebau zu etablieren. Beispiele sind die Medizintechnik, Sicherheitstechnik und der Schiffsbau. „Bei einem Marktanteil von 50% ist es schwierig zu wachsen, da muss man schon über den Tellerrand blicken“, kommentiert Zant.

„Wir wollen unsere Position als Weltmarktführer auch in Zukunft behaupten und sind fest davon überzeugt, durch Kundenorientierung, Innovationskraft, langjährige Erfahrung sowie einer konsequenten Qualitätsphilosophie auf dem richtigen Weg zu sein“, resümiert Werner Bachmann, CEO beim Unternehmen (Bild 5).
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:284647)