Auto-ID-Systeme

Produktionssteuerung mit System

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Zuverlässige Identifikation unter erschwerten Bedingungen

Inzwischen erobern intelligente Auto-ID-Systeme immer weitere Einsatzbereiche. Ein Beispiel dafür sind RFID-Label auf metallischen Untergründen. Beim Beschreiben und Auslesen der Transponder mittels Funkübertragung entstehen elektromagnetische Felder.

Wurden solche Label auf massiven Metalluntergründen eingesetzt, kam es zu Übertragungsstörungen und Einschränkungen bei der Reichweite. Ein Manko, das inzwischen der Vergangenheit angehört, denn moderne UHF-onMetal-Label machen sich die Metallumgebung sogar zunutze: Ihr spezielles Antennendesign arbeitet mit gewollten elektromagnetischen Kopplungen zwischen Label und Untergrund. So wird das Metall selbst zur erweiterten Antenne und sorgt für eine zuverlässige Datenübertragung mit großen Reichweiten.

Völlig neue Möglichkeiten eröffnet das etwa in der Automobil- und Maschinenbauindustrie. Beispielhaft dafür ist das „Karosserie-Tracking“: Um den Produktionsprozess einer Autokarosserie vom Rohbau bis zur Auslieferung des Fahrzeugs steuern zu können, waren bisher mehrere unterschiedliche Systeme erforderlich.

Datenträger mussten auf ein anderes System übertragen werden

Da sich in der Lackierstrasse („Paint Shop“) viele herkömmliche Identifikationssysteme nicht einsetzen lassen, war es bisher notwendig, Produktionsdaten beim Übergang vom Rohbau zur Lackierung von einem Datenträger auf ein anderes System zu übertragen. Dies wird zum Beispiel durch Hilfsbleche geleistet, die einen gestanzten Ident-Code besitzen. Diese oder auch teure gekapselte (vollständig dichte und thermisch isolierende Gehäuse) aktive RFID-Systeme sind nicht am Fahrzeug selbst, sondern an Schlitten („Skid“) befestigt, auf denen die Karosserie durch die Lackierstraße gezogen wird.

Wasserdicht: Der ((rfid))-HardTag-UHF wurde für unterschiedliche Untergrundmaterialien in der Produktion und Logistik entwickelt wurde und lässt sich wahlweise fest oder lösbar anbringen (Archiv: Vogel Business Media)

Dieser Medienbruch ist aufwendig, arbeitsintensiv und zudem eine der größten Fehlerquellen beim Tracking. Nachteile, die sich mit den neuen UHF-onMetal-Labeln ausschalten lassen: Die innovativen RFID-Etiketten verbleiben durchgängig auf der Karosserie und sind zudem deutlich günstiger in der Herstellung und Handhabung als alle bisherigen Systeme. Ein Fortschritt, den intensive Forschung und Entwicklungsarbeit möglich gemacht haben. Denn die neuen Hightech-Transponderlabel müssen nicht nur auf metallischen Untergründen funktionieren und besonders flach konstruiert sein, sondern auch Temperaturen bis zu 200 °C standhalten und das Lackieren heil überstehen.

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