Die Harting Technologiegruppe feiert am 3. Februar 2025 den 80. Geburtstag ihrer Seniorchefin Margrit Harting. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Dietmar hat sie das Familienunternehmen zu einem globalen Technologiekonzern geformt. Seit mehr als 38 Jahren drückt die Power-Frau dem Unternehmen ihren unverwechselbaren Stempel auf.
Jubiläum: Am 3. Februar 2025 wird Margrit Harting, Seniorchefin der Technologiegruppe, 80 Jahre jung.
(Bild: Harting)
„Wir feiern nicht nur einen runden Geburtstag, sondern ein Leben voller Hingabe, Mut und Enthusiasmus“, so ihr Gatte, Dietmar Harting. „Eine Reise durch acht Jahrzehnte, die von Weisheit und Stärke geprägt ist und deren Kapitel noch lange nicht zu Ende geschrieben sind.“
Die Seniorchefin der Technologiegruppe, Margrit Harting, hat das Image des Familienunternehmens maßgeblich geprägt und der Firma – die im September dieses Jahres ebenfalls ihr 80. Jubiläum feiern wird – nach innen und außen ein modernes und sympathisches Bild verliehen. Unter ihrer Mitwirkung entwickelte sich der Steckverbinderspezialist von einem Mittelständler mit 1.300 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 150 Mio. DM im Jahr 1987 zu einem Global Player, der im Jahr 2022 zum ersten Mal einen Umsatz von mehr als 1 Mrd. Euro und rund 6.500 Mitarbeitende verzeichnete.
Als Tochter von Dr. rer. Pol. Friedrich Kohlhase am 3. Februar 1945 in Schötmar (Kreis Lippe) geboren, blickt sie auf eine beeindruckende Karriere zurück. Von 1965 bis 1973 studierte sie Betriebswirtschaftslehre an verschiedenen Universitäten in Deutschland, Österreich und England. Im Jahr 1971 schloss sie ihr Studium als Diplom-Handelslehrerin ab und erlangte 1973 ihr zweites Staatsexamen. Anschließend unterrichtete sie bis 1979 an der privaten Handelsschule Dr. Kohlhase in Rahden, Westfalen.
Nach der Geburt ihrer Kinder Philip und Maresa und der darauf folgenden Elternzeit trat sie 1987 als Geschäftsführerin in die Harting Technologiegruppe ein. Hier trug sie Verantwortung für zentrale Unternehmensbereiche und steuerte die Ressorts Personal, Qualitätsmanagement, Werksanlagen, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. 1990 wurde sie geschäftsführende Gesellschafterin und 1996 generalbevollmächtigte Gesellschafterin. Seit 2018 ist Margrit Harting Vorstand und Gesellschafterin der Harting Stiftung & Co. KG.
Margrit Harting: Ehrenämter und Auszeichnungen
Neben ihrer beruflichen Laufbahn engagierte sich Margrit Harting in zahlreichen Ehrenämtern und ist heute – nach vielen Jahren als Vorsitzende – Ehrenvorsitzende der Philharmonischen Gesellschaft Ostwestfalen-Lippe und der Interessengemeinschaft Standortförderung für den Kreis Minden-Lübbecke e.V.
Für ihre Verdienste wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse und der Ehrenbürgerwürde der Leibniz Universität Hannover sowie der Stadt Espelkamp. Dessen damaliger Bürgermeister, Heinrich Vieker, hob 2009 bei der feierlichen Verleihung hervor: „Ohne Margrit Harting wäre die Stadt um einiges ärmer“ und lobte schon damals den großen Einsatz der Unternehmerin.
Margrit Harting wirkte über zwei Jahrzehnte lang in der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld mit. Als Mitglied der Vollversammlung und später – mit zwölfjähriger Amtszeit von 2006-2018 – als Vizepräsidentin setzte sie sich mit Nachdruck für die wirtschaftlichen Interessen und die Entwicklung der Region ein.
Ihre Herzensangelegenheit neben dem Engagement für die Heimat? Die Kultur! Als leidenschaftliche Fürsprecherin Espelkamps hat sie die Stadt nachhaltig geprägt. Sie organisierte Auftritte des renommierten Berliner Ensembles und seines Intendanten Claus Peymann und initiierte Gastspiele im Rahmen des Kulturprojekts „Wege durch das Land“. Als Vorsitzende des Volksbildungswerks Espelkamp förderte sie zehn Jahre lang Bildungsangebote und setzte sich für die Modernisierung des Neuen Theaters ein, das zur führenden Spielstätte im Lübbecker Land wurde.
Ihr Engagement zeichnet sich aus durch Perfektion, Professionalität, Ideenreichtum, Motivation und Überzeugungskraft. Genau diese Attribute sind es auch, die sie schließlich bei ihrem Einsatz für die Nachwuchsförderung an den Tag legt. Sie gründete den Harting Forscherpreis für Grundschulkinder im Rahmen der Initiative „KiTec“ (Kinder entdecken Technik). Hier werden Ideen geweckt und spielerisch an das Thema Technik herangeführt. Nicht zuletzt formte und gestaltete sie auch das NAZHA – das Neue Ausbildungszentrum Harting – und gab im Sommer 2008 der Lehre im Sinne von Zusammenarbeit und Teamgeist bei der Technologiegruppe ein modernes Gesicht.
Stand: 08.12.2025
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