Programmier- und Debug-Tools PLS und IAR unterstützen neue S32M2-Motorcontroller

Von Michael Eckstein 3 min Lesedauer

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Damit Entwickler die neuen S32M2-Controller von NXP sofort in ihre Projekte integrieren können, haben PLS und IAR ihre Programmier- und Debug-Tools bereits für die Motorsteuerungscontroller fit gemacht.

Die Entwicklungs-Tools von PLS und IAR unterstützen bereits den neuen S32M2-Motorcontroller von NXP.(Bild:  PLS)
Die Entwicklungs-Tools von PLS und IAR unterstützen bereits den neuen S32M2-Motorcontroller von NXP.
(Bild: PLS)

Kurz nach der Vorstellung der neuen Motorcontroller S32M2 von NXP sind bereits wichtige Entwicklungswerkzeuge für die Bausteine verfügbar: Sowohl der deutsche Anbieter PLS Programmierbare Logik & Systeme als auch das schwedische Unternehmen IAR haben ihre Embedded-Entwicklungsumgebungen „Universal Debug Engine“ (UD) respektive „Embedded Workbench für Arm“ um die Unterstützung für die Motorsteuerungsmikrocontroller von NXP erweitert.

Die als System-in-Package (SIP) integrierten S32M2-Bausteine basieren auf Arm Cortex-M4 oder -M7-Kernen. Die Serie ist nach Angaben von NXP vollständig softwarekompatibel zu den weitverbreiteten S32K-Mikrocontrollern. Der Hauptkern ist mit 80 MHz in den Cortex-M4-Versionen und mit 120 MHz bei den Ausführungen mit Cortex-M7-Kern getaktet.

Neben dem Prozessor ist der für den Einsatz in 12-V-Motorsteuerungen ausgelegte S32M2 mit analogen Hochspannungsfunktionen ausgestattet, darunter ein MOSFET-Gate-Pre-Driver, physikalische Kommunikationsschnittstellen (PHYs) für LIN oder CAN FD sowie ein Spannungsregler. Diese Funktionen lassen sich direkt mit der Batteriespannung versorgen. In Punkto funktionale Sicherheit erfüllt der S32M2 die Anforderungen nach ISO26262 bis ASIL B. NXP hat darüber hinaus zusätzliche Hardware-Sicherheitsfunktionen integriert.

PLS Universal Debug Engine

Die UDE bietet S32M2-Anwendern nach Angaben von PLS nicht nur umfangreiche und interaktive Debug-Funktionen, sondern auch verschiedene Visualisierungsmöglichkeiten von Applikationszuständen. Diese Optionen sollen neben einem hocheffizienten Debugging auch umfassende Systemtests und Systemanalysen ermöglichen. Bei der Gestaltung der UDE-Benutzeroberfläche stand PLS zufolge intuitive Bedienbarkeit im Fokus, so dass Anwender von einer kurzen Einarbeitungszeit profitieren. Insbesondere der Umstieg von der S32K- auf die S32M2-MCU-Familie und umgekehrt ist nach Angaben des Herstellers reibungsfrei und ohne zusätzlichen Aufwand möglich.

Als wesentlichen Vorteil für die Softwareentwicklung und den Test mit der Universal Debug Engine hebt PLS die umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten des Tools hervor. Die UDE-Benutzeroberfläche unterstützt die Nutzung von mehreren Bildschirmen und bietet frei konfigurierbare Perspektiven. Entwickler können mehrere Ansichten definieren und schnell zwischen diesen wechseln. Vordefinierte Konfigurationen für den S32M2 und die von der UDE unterstützten Evaluation-Boards ermöglichen es Entwicklern, schnell mit ihren Debugging- oder Testaufgaben zu beginnen, ohne sich um detaillierte Einstellungen kümmern zu müssen.

Debugger mit galvanischer Trennung und Ethernet

Das UDE-Debugger-System wird durch die Geräte UAD2pro, UAD2next und UAD3+ aus der Universal-Access-Device-Familie von PLS vervollständigt. Sie gewährleisten einen schnellen und zuverlässigen Zugriff auf die S32M2-MCUs über die Arm-spezifische Schnittstelle Serial Wire Debug (SWD). Für anspruchsvolle Umgebungsbedingungen ist dieser Adapter optional auch mit zusätzlicher galvanischer Isolierung erhältlich. Während das UAD2pro mit der UDE auf einem Windows-PC ausschließlich über USB kommuniziert, verfügen die Geräte UAD2next und UAD3+ zusätzlich über eine Ethernet-Schnittstelle. Dadurch können sie zum Remote-Debugging verwendet werden.

Ergänzt werden die Debug-Funktionen der UDE durch das integrierte UDE MemTool, das Funktionen zur einfachen und sicheren Programmierung des Flash-Speichers bereitstellt, sagt der Hersteller. Für das automatisierte Debugging und Testen bietet die Universal Debug Engine darüber hinaus auch eine umfassende Skriptunterstützung. Laut PLS einzigartig ist die Unabhängigkeit von einer bestimmten Skriptsprache. Dank der Verwendung von Microsoft COM als Basistechnologie für die Software-API der UDE können Entwickler weiterhin ihre bevorzugte Skriptsprache, zum Beispiel Python, Perl oder JavaScript, verwenden. Neben den Standard-Debugging-Funktionen unterstützt die UDE auch die Arm CoreSight Trace-Funktionen des S32M2.

IAR Embedded Workbench für Arm

Die Entwicklungs-Tools von PLS und IAR unterstützen bereits den neuen S32M2-Motorcontroller von NXP.(Bild:  IAR)
Die Entwicklungs-Tools von PLS und IAR unterstützen bereits den neuen S32M2-Motorcontroller von NXP.
(Bild: IAR)

Die umfassende Entwicklungsumgebung IAR Embedded Workbench für Arm unterstützt die weit verbreiteten S32K-Mikrocontroller von NXP bereits seit ihrer Einführung und nun auch die neue S32M2-Serie. Hersteller IAR hebt die effiziente Wiederverwendung von Software hervor. Die umfassende C/C++-Suite beinhaltet einen laut IAR hochoptimierten Compiler und erweiterte Debugging- und Analysefunktionen, einschließlich einer integrierten Überwachung der Stromaufnahme.

Ergänzend zu den hochoptimierten Build-Tools sollen anwenderfreundliche Code-Analyse-Add-Ons wie IAR C-STAT, IAR C-RUN und der C-SPY Debugger den Entwicklern helfen, potenzielle Probleme und Fehler im Code frühzeitig im Entwicklungsprozess zu erkennen und so die Code-Qualität zu optimieren. Die IAR Embedded Workbench für Arm ist auch in einer nach ISO 26262 zertifizierten Version für funktionale Sicherheit erhältlich – was zu den Entwicklungsprozessen des S32K passt, die ebenfalls nach ISO 26262 für ASIL B zertifiziert sind. Die Unterstützung für die S32M2-Serie ist bereits in den neuesten Versionen der IAR Embedded Workbench für Arm implementiert. (me)

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