Schnellstmögliche Datenübertragung

Photonics macht Lichtgeschwindigkeit zwischen CPU und Speicher möglich

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Intels neue Photonics Transceiver

Nun ist mit den in San Francisco vorgestellten Transceivern offensichtlich ein Produkt herangereift, wenn auch mit ziemlicher Verspätung. Die von Diane Bryant gezeigten Transceiver mit On-Chip-Laser sollten eigentlich schon Anfang 2015 fertig sein. Nach Angaben von Intel kommunizieren die beiden gezeigten Versionen mit 100 GBit/s pro Richtung bei zwei Glasfasersträngen (lanes). Später soll dann noch eine Version mit 400 GBit/s (QSFP28) hinzukommen, die mit jeweils vier Glasfasern arbeiten.

Die beiden Produkte sind nach Angaben von Intel ab sofort in größeren Produktionsmengen lieferbar:

  • Intel Silicon Photonics 100G CWDM4 (Coarse Wavelength Division Multiplexing 4-lane ) QSFP28 Optical Transceiver
  • Intel Silicon Photonics 100G PSM4 (Parallel Single Mode fiber 4-lane) QSFP28 Optical Transceiver unterstützt bei hoher Bandbreite 100 GbE optische Verbindungen über eine single-mode Glasfaser.

Beide Transceiver sind Komponenten, die in einem kleinen Formfaktor für hohe Übertragungsgeschwindigkeiten bei niedrigem Energieverbrauch sorgen sollen. Zielanwendungen sind optische Verbindungen zur Datenkommunikation, wie man sie in größeren Clouds und Rechenzentren von Unternehmen findet. Zusätzlich können sie aber auch bei Anwendungen der Telekom-Anbieter eingesetzt werden.

Was ist Silicon Photonics?

Silicon Photonics verbindet einen Prozessor Chip (Integrierter Schaltungkreis) und den Halbleiter-Laser. Dadurch ist es möglich, dass Daten über das Medium Licht gesendet und empfangen werden. Dieses Zusammenfließen von zwei der wichtigsten IT-Erfindungen des 20. Jahrhunderts macht es möglich, dass eine sehr schnelle Datenübertragung über größere Entfernungen als bei herkömmlichen Elektronik erfolgen kann. Das ist in vielen heutigen Anwendungen gefragt

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Auch IBM und HPE forschen an dem Thema

IBM

Mit Micro-Lasern direkt in der CPU könnte man den Datenzugriff zum Speicher beschleunigen
Mit Micro-Lasern direkt in der CPU könnte man den Datenzugriff zum Speicher beschleunigen
( Bild: IBM )

Im Mai 2015 hat IBM in seinen Laboratorien in Yorktown Heights bekanntgegeben, dass ein Meilenstein in der Entwicklung von Silicon Photonics Komponenten gelungen sei. Zum ersten Mal hätten IBM-Ingenieure eine Halbleiterkomponente entwickelt und getestet, die als voll integrierter Multiplex-Silizium-Photonics-Chip die Herstellung von optischen Transceivern mit einer Übertragungsrate von 100 GBit/s erlaube.

Dieser Chip benutzt vier unterschiedliche Farben des Lichts, die jeweils 25 GBit/s übertragen. Im Unterschied zu traditionellen Kupferverbindungen, wie sie bisher bei der Vernetzung von Computersystemen üblich sind, ist es nach Angaben von IBM nun mithilfe eines optischen Transceivers möglich, mit Licht in 1 Sekunde etwa 63 Millionen Tweets (Twitter Nachrichten) oder sechs Millionen Bilder zu übertragen.

Innerhalb von 2 Sekunden sei sogar möglich, einen kompletten High-Definition-Film durch die Glasfaser zu übertragen. An dieser Entwicklung haben IBM-Ingenieure in New York und Zürich gearbeitet. Ergebnis war ein Referenzdesign, nach dem Daten zwischen zwei Rechenzentren mit einer Single-Mode-Faser ohne Zwischenverstärker mit einer Reichweite von etwa 2 km übertragen werden können.

HP Enterprise

Bei HPE ist das Thema Silicon Photonics in dem großen Projekt "The Machine" angesiedelt. Das ursprünglich von Martin Fink in den HP Labs angestoßene Projekt wird nun von Hewlett Packard Enterprise betreut. Dabei war aus Palo Alto zu hören, dass das Thema an oberster Stelle der Prioritätenliste stehen würden.

Es soll bereits beim ersten Prototyp von "The Machine" an Bord sein. Die Markteinführung ist für einen späteren Zeitpunkt dieses Jahres geplant. In einer Vorschau war davon die Rede, dass das entsprechende HPE T1 Optical Module in der Lage sein soll, Daten in einer Geschwindigkeit von 1,2 Terabit pro Sekunde zu übertragen.

Beseitigt Engstellen im Netzwerk

Ein zusätzliches Ziel des Einsatzes von Silicon Photonics ist es, die Betriebskosten zu reduzieren und die Prozessleistung von Rechenzentrumsarchitekturen generell deutlich zu verbessern. Dies geschieht vor allem durch Aktivieren hoher Bandbreiten, Software-konfigurierbarem Zugang zu den Daten sowie deren Speicherung.

Software-definierte Infrastrukturen (SDI) sind ein Schlüssel dafür, die Hardware- und Software-Ressourcen in so strukturierten Rechenzentren zu entkoppeln. Dabei ist es nötig, optische Verbindungstechniken wie etwa Smart-NICs, FPGAs und Intels Omni-Path Architektur in den Strukturen interoperabel zuzulassen.

"Seien Sie nicht erstaunt, wenn Sie in nächster Zeit photonische Geräte auf dem Markt oder in großen Anlagen eingesetzt sehen", sagt David Calhoun, ein promovierter Wissenschaftler des Columbia University Lightwave Research Laboratory. Der Wissenschaftler erforscht schon seit längerem die Integration von photonischen Bauelementen in verschiedenen Einsatzgebieten, von Rechenzentren bis zu Datenbanken, aber auch im Alltag der Verbraucher

Diesen Artikel haben wir von unseren Kollegen beimIP-Insider übernommen..

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