Geplanter Stellenabbau Phoenix Contact reagiert mit Stelleneinsparungen in Blomberg auf schwächelnde Industrie

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Vor allem am Standort Blomberg das Unternehmen Phoenix Contact möglichst sozialverträglich Arbeitsplätze einsparen und reagiert damit auf die verschiedenen Herausforderungen des Marktes. 600 Arbeitsplätze sollen unter der Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen wegfallen.

Erst im Dezember 2024 hatte die Geschäftsführung von Phoenix Contact mit einer temporären Arbeitszeitreduzierung und 4-Tage-Woche auf die negative Marktentwicklung reagiert.(Bild:  Phoenix Contact)
Erst im Dezember 2024 hatte die Geschäftsführung von Phoenix Contact mit einer temporären Arbeitszeitreduzierung und 4-Tage-Woche auf die negative Marktentwicklung reagiert.
(Bild: Phoenix Contact)

Die schwierige wirtschaftliche Lage in Deutschland und die Schwäche der deutschen Industrie machen sich vornehmlich bei der rückläufigen Investitions- und Auftragslust hierzulande bemerkbar. Das bekommt auch Phoenix Contact zu spüren, Hersteller von Verbindungs- und Automatisierungstechnik für industrielle Elektronik. Vornehmlich am Standort Blomberg im nordrhein-westfälischen Lippe-Kreis sollen Stellen abgebaut werden; deutschlandweit sind in den nächsten Jahren rund 600 Arbeitsplätze betroffen, wie die Regionalzeitung NW am 25. März 2025 berichtete.

Im Rahmen einer Pressemitteilung erklärten die Verantwortlichen von Phoenix Contact die Maßnahmen nicht nur mit der schwachen Nachfrage aus der deutschen Industrie, sondern auch mit der Veränderung der globalen Lieferketten und wandelnden Markt- und Wettbewerbsbedingungen, die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung erfordern. Das erklärte Ziel ist es nun, die Wertschöpfung zu regionalisieren, sprich mehr Produktionskapazitäten in den Kernwachstumsmärkten China, Indien und USA zu schaffen.

Zudem entstehen durch die zunehmend protektionistischen Bestrebungen der Politik der USA und den daraus resultierenden Zollerhebungen vermehrt getrennte Wirtschaftsräume. Dadurch steigt wiederum der Wettbewerbsdruck in Europa.

Sozialverträglichkeit und Effizienzanpassungen in der Fertigung

Neben dem Stellenabbau auf möglichst sozialverträglicher Ebene, etwa durch einen internen Arbeitsmarkt, Altersteilzeitangebote, frühere Renteneintritte und Teilzeitprogramme, wird auch eine Anpassung der Fertigungsprozesse angestrebt. Ziel ist eine Erhöhung der Produktionseffizienz bei gleichzeitiger Kostensenkung. „Wir sind fest entschlossen, durch diese Angebote betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden – sie wären das letzte Mittel, wenn die angebotenen Lösungen nicht im erforderlichen Maße angenommen werden“, erklärt Ulrich Leidecker, Mitglied und Sprecher der Geschäftsführung, in einer Mitteilung an die Presse. (sb)

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