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Als neuartige Beschichtung könne der Nanostoff bei niedrigen Temperaturen elektromagnetische Felder abschirmen, in flexiblen Kabeln zum Einsatz kommen oder für reibungsfreies Gleiten sorgen.
Nanofäden: Tausendmal dünner als ein Haar

Um den neuartigen Stoff zu weben, haben die Experimentalphysiker ein Verfahren genutzt, das sich Elektrospinnen nennt und üblicherweise für Kunststoffe (Polymere) zum Einsatz kommt. „Wir pressen dabei einen flüssigen Ausgangsstoff durch eine sehr feine Düse, die unter elektrischer Spannung steht.
Heraus kommen Nanodrahtfäden, die tausendmal dünner sind als ein Haar - etwa 300 nm und weniger. Danach erhitzen wir das Geflecht so, dass Supraleiter in der richtigen Zusammensetzung entstehen. Sie bestehen aus Yttrium-Barium-Kupfer-Oxid oder aus ähnlichen Verbindungen“, erläutert Dr. Michael Koblischka, Wissenschaftler in Hartmanns Arbeitsgruppe.
Doppelt gefördert
Die Volkswagen-Stiftung förderte die Forschung der Experimentalphysiker im Rahmen von „Experiment!“ mit 100.000 Euro. Es handelt sich um eine Initiative, die Forschungsideen mit ungewissem Ausgang und hohem Forschungsrisiko unterstützt.
Ein Konzept, das im Falle der Saarbrücker Physiker aufging: Seit September 2016 fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft ein Projekt, bei dem die Forscher die Eigenschaften der Nanodrähte näher untersuchen, für drei Jahre mit rund 425.000 Euro.
Dieser Beitrag wurde auf unserem Partnerportal MM Maschinenmarkt veröffentlicht.
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