Passive Bauelemente Neue Keramik-Kondensatortechnologie
TDK präsentiert mit dem EPCOS CeraLink eine neue Kondensatortechnologie auf Basis von PLZT-Keramik. Sie ist konzipiert für die Anforderungen moderner Inverter in der Leistungselektronik.
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Getrieben von den Forderungen nach immer mehr Effizienz und Kompaktheit weist die Halbleitertechnologie immer höhere Schaltfrequenzen auf, wodurch auch hohe Anforderungen an die eingesetzten Kondensatoren gestellt werden: stabiler Betrieb bei hohen Temperaturen, große Stromtragfähigkeit bei hohen Schaltfrequenzen und kein Kapazitätsabfall bei hohem DC-Bias. Die bestehenden Kondensatortechnologien wie Folien-, Aluminium-Elektrolyt- oder klassische Keramik-Vielschichtkondensatoren können den neuen Anforderungen in der Leistungselektronik kaum mehr gerecht werden.
Antiferroelektrische PLZT-Keramik mit hoher Dielektrizitätskonstante
Die Kompetenz von TDK auf dem Gebiet der elektrokeramischen Werkstoffen und in der keramischen Vielschichttechnologie waren wesentliche Erfolgsfaktoren für die Entwicklung von CeraLink. Kern der neuen Lösung ist eine antiferroelektrische PLZT-Keramik (Lead Lanthanum Zirconate Titanate), die eine extrem hohe Dielektrizitätskonstante aufweist, die mit steigender Vorspannung zunimmt. Um den ESR-Wert auf ein Minimum zu begrenzen, ist CeraLink als keramisches Vielschichtbauelement mit Kupferinnenelektroden konzipiert worden.

Breite Prototyp-Produktpalette
Die Prototyp-Produktpalette deckt ein Kapazitätsspektrum von 1 bis 100 µF bei einem Nennstrom von 400 V ab. Unter den verfügbaren Anschlussformen sind SMD-Lösungen, Lötstiftkontakte und Busbar.
Erste Referenzdesigns zeigen, dass sich mit CeraLink die Systemleistung wesentlich verbessern lässt. Beispielsweise erreicht ein schnell schaltender IGBT-DC/DC-Wandler unter Verwendung eines 20-µF-CeraLink die gleiche Leistungsfähigkeit wie eine MOSFET-Lösung unter Verwendung eines konventionellen Gleichstrom-Zwischenkreises. Außerdem wurde ein sehr kompakter Hauptantriebs-Inverter für Plug-in-Hybridfahrzeuge entworfen, in dem 100-µF-Kondensatoren mit Busbar-Anschlüssen auf den 3 Halbbrücken-IGBT-Modulen installiert wurden.
Zusätzlich zu einer verbesserten Systemleistung bei Anwendungen mit hohen Schaltfre-quenzen unterstützt CeraLink auch die Integration des Kondensators zusammen mit Halbleitern. Beispielsweise kann ein 1-µF-SMD-Kondensator gleichzeitig als Gleichstrom-Zwischenkreis und als Snubber-Kondensator dienen und in ein Halbleitermodul integriert werden. Dies führt zu einer noch stärkeren Verringerung der Induktivität und ermöglicht sehr hohe Stromwechselraten.
CeraLink bietet eine attraktive Lösung für Schaltunterstützungen in Halbleitermodulen, insbesondere im Hinblick auf die neuen SiC- bzw. GaN-Halbleitertechnologien.
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