Way2zero Nachhaltigkeit bei der Herstellung von Bauelementen wird immer wichtiger

Von Horst Jellbauer* 2 min Lesedauer

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CO2-Neutralität in einem Zeitraum von 2030 bis 2045 ist das erklärte Ziel vieler Industrieunternehmen. Doch Nachhaltigkeit ist kein Selbstläufer und die Herausforderungen sind groß. Bei Sumida und Sumidas Distributor Codico sind die Weichen dafür gestellt.

Nachhaltigkeit: Vermehrt setzen Unternehmen auf Umweltschutz und Reduktion der CO2-Emissionen.(Bild:  Gerd Altmann /  Pixabay)
Nachhaltigkeit: Vermehrt setzen Unternehmen auf Umweltschutz und Reduktion der CO2-Emissionen.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay)

Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Reduktion der CO2-Emissionen werden das wirtschaftliche Handeln der Industrie, etwa der Bauelemente-Hersteller, in Zukunft stark beeinflussen. Doch Nachhaltigkeit erfordert viele Einzelschritte im Produktlebenszyklus sowie ein enges Zusammenspiel aller Beteiligten in der gesamten Lieferkette. Die Weichen für nachhaltige Bauelemente-Konzepte sind bereits in der Entwicklungsphase zu stellen. Aufgrund des reduzierten Bauelemente-Volumens ist es möglich mit weniger Materialeinsatz auszukommen, was sich wiederrum positiv auf die CO2 Bilanz der Vorprodukte auswirkt.

In der Entwicklungsphase alle Umweltaspekte des Produktlebenszyklus berücksichtigen

Auch die Vermeidung von problematischen Materialien wie Klebstoffen und Vergussmittel spielt in dem Stadium der Entwicklungsphase eine wichtige Rolle, um die Produkte später einfacher recyceln zu können. Bei Sumida wurde dazu speziell ein neues, strategisches Entwicklungsprojekt »design4sustainability« gestartet, welches alle Umweltaspekte bereits während des gesamten Produktlebenszyklus im frühen Entwicklungsstadium mitberücksichtigt.

Im nächsten Schritt steht die Verringerung der Scope-1-und Scope-2-Emissionen während der Produktion im Vordergrund. Wichtig dabei sind die Reduktion von Prozessenergie durch optimierte Fertigungsabläufe, eine modernisierte und angepasste Fertigungs-Infrastruktur sowie der Umstieg auf erneuerbare Energieträger.

Durch eine möglichst flächendeckende Ausstattung der Gebäude mit Photovoltaik-Modulen konnte Sumida den Anteil an grüner Energie deutlich steigern.

Lokalisierung von Aktivitäten

Eine Optimierung der Lieferkette ist die Basis für eine deutliche Reduktion der Scope-3-Emissionen, das heißt, eine Verringerung des CO2-Ausstoßes bei den Vormaterialien und auf dem Transportweg. Ein entscheidender Ansatz hierbei ist eine aktive und nachhaltige Zusammenarbeit mit den Lieferanten, um diese für die Umweltaspekte entsprechend zu sensibilisieren und eine nachhaltige CO2-Reduktion für deren Vorprodukte wie magnetische Kerne, Kunststoffteile und Kupferdrähte einzufordern.

Ein weiterer Aspekt ist die Lokalisierung von Aktivitäten und damit verbunden, eine spürbare Verkürzung der Transportwege, zum Beispiel Europa ⬌ Europa alternativ zu Asien ⬌ Europa. Durch ein globales Einkaufsnetzwerk ist Sumida in der Lage, diese Sourcing- und Transportwege möglichst effizient und CO2-freundlich zu gestalten.

Mit neuen Werkstoffen den Wirkungsgrad der Komponente optimieren

Einen großen Einfluss auf die CO2-Bilanz hat auch der spätere, operative Einsatz der Komponenten in der finalen Applikation, der sich über viele Jahre erstrecken kann. Die Optimierung des Wirkungsgrads bzw. Reduktion der Verlustleistung ist hierbei ein wichtiger Faktor. Das gelingt vorwiegend durch den Einsatz von neuen magnetischen Werkstoffen, wie das neue Sumida-Leistungsferrit Fi330, welche das Verlustleistungsminimum bei den Betriebsbedingungen der Applikationen aufweisen. Des Weiteren führen Bauteilkonzepte mit einem hohen Füllfaktor dazu, die Kupferverluste deutlich zu verringern.

Das Recycling bei der Entwicklungsphase bereits im Blick haben

Im letzten Schritt, nachdem das End-of-Life-Stadium erreicht ist, gilt es. die Bauelemente in die ursprünglichen Bestandteile zu zerlegen, um möglichst viele wertvolle Rohstoffe dem ökonomischen Kreislauf (Circular Economy) wieder zuführen zu können. Bei den induktiven Kompomenten sind dies überwiegend Kupfer, Kunststoffe sowie Metallteile. In manchen Fällen können sogar, magnetische Kerne schadlos getrennt werden, um diese für künftige Projekte erneut zu verwenden. (mk)

* Horst Jellbauer arbeitet bei Sumida Components and Modules GmbH.

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