Nvidia ersetzt Intel Nach 25 Jahren: Intel fliegt aus Dow Jones Index

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Nvidia soll Intel im Dow Jones Industrial Average ersetzen, wie S&P Dow Jones Indices bekannt gab. Das markiert das Ende einer 25-jährigen Ära für Intel und einen bedeutenden Wechsel in der Halbleiterindustrie. Damit gibt Intel unfreiwillig ein wesentliches Prestigesymbol unter amerikanischen Konzernen an den direkten Konkurrenten ab.

CEO Pat Gelsinger steuert Intel durch stürmische Zeiten.(Bild:  Intel Corporation)
CEO Pat Gelsinger steuert Intel durch stürmische Zeiten.
(Bild: Intel Corporation)

Intel, einst führend in der Herstellung von Prozessoren für PCs, hat in den letzten Jahren an Boden verloren. Das Unternehmen verzeichnete einen dramatischen Rückgang seines Aktienkurses um 54% in diesem Jahr und erwartet den ersten jährlichen Nettoverlust seit 1986. Analysten führen dies auf verpasste Chancen im Bereich der KI-Prozessoren und den Verlust der Spitze in der Halbleiterfertigung an TSMC zurück.

Im Gegensatz dazu hat Nvidia von der steigenden Nachfrage nach KI-Beschleunigern profitiert. Das Unternehmen, dessen GPUs viele heutige KI-Systeme antreiben, hat eine Marktkapitalisierung von 3,32 Billionen Dollar erreicht und ist damit das zweitwertvollste Unternehmen der Welt. Nvidias Aktienkurs ist in diesem Jahr um über 100% gestiegen.

Dieser Wechsel im Dow Jones spiegelt die Verschiebung der Machtverhältnisse in der Technologiebranche wider. Während Intel weiterhin mit der aktuellen Position kämpft, darunter der Übergang von Apple zu eigenen Chips und der zunehmende Einsatz von Arm-basierten Alternativen, hat Nvidia seine Position als führender Anbieter von KI-Technologie gefestigt. Die Entscheidung, Nvidia in den Dow Jones Industrial Average aufzunehmen, wurde getroffen, um eine „repräsentativere Abbildung der Halbleiterindustrie“ zu gewährleisten.

Derweilen spart Intel an allen Ecken und Kanten: Hierzulande wurde etwa erst Mitte September der geplante Bau der Magdeburger Chipfabrik seitens Intel kurz vor Spatenstich auf Eis gelegt. Anfang August verkündete der Großkonzern, dass weltweit über 15.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Zudem wurden sämtliche Anteile an der Arm Holding in Wert von 150 Mio. US-Dollar veräußert. Auch häufen sich die Gerüchte, dass Intel plane, den 2015 akquirierten zweitgrößten FPGA-Hersteller Altera verkaufen möchte.

(mc)

(ID:50228105)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung