Fahrzeugtechnik

Moderne Sensoren machen Baumaschinen immer intelligenter

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Anwendungsbeispiel Baumfällmaschine

Ein heutzutage entscheidender Aspekt bei der Maschinenbedienung ist das Wissen zu Status und Position von Anlagenkomponenten wie Pumpen, Motoren, Zylindern und Ventilen sowie zu Temperaturen und Druck von Flüssigkeiten. Der Einsatz intelligenter Sensoren entwickelt sich entsprechend schnell zur Norm. Wie bei jeder Anwendung sorgt dabei die Zusammenarbeit mit dem Hersteller bereits früh im Entwicklungsprozess für bessere Ergebnisse. Das Beispiel eines Herstellers von Spezialbaumaschinen in Weißrussland, der mit Honeywell Sensing & Productivity Solutions zusammengearbeitet hat, zeigt die Vorteile einer Zusammenarbeit im Detail.

Der Hersteller für Spezialbaumaschinen hatte ein Problem mit einer neuen Baumfäll- und Rodungsmaschine, die von lokalen Waldarbeitern verwendet wurde. Die Maschine verfügte zur besseren Manövrierfähigkeit über zwei bewegliche Teilstücke, jedoch über keine zuverlässigen Mechanismen, um Winkel/Position von Vorder- und Rückseite zu kontrollieren.

Ein intelligenter magnetoresistiver Sensor löst das Problem

Der Hersteller testete den Winkel-/Positions-Sensor eines lokalen Zulieferers, der allerdings keine zufriedenstellenden Ergebnisse brachte. Ebenso wurden Endschalter in Erwägung gezogen, die jedoch die Stoßbelastung in der Anwendung nicht aushielten. Schließlich wandte sich das Unternehmen an Honeywell.

Im Ergebnis wurde am Anlenkpunkt der Rodungsmaschine ein intelligenter magnetoresistiver Sensor installiert. Mit diesem ist es möglich, den größten und kleinsten Winkel an den Achsen zu bestimmen und die Geschwindigkeit der Maschine anzupassen, damit sie nicht umkippt.

Ein entscheidender Vorteil dieser speziellen Anwendung besteht darin, dass man den Sensor in ein existentes Design nachrüsten kann. Damit war der Hersteller nicht gezwungen, teure Änderungen vorzunehmen oder das System der Maschine neu zu gestalten. Da der Sensor kontaktlos funktioniert, nimmt er durch raue Umgebungs- oder Klimabedingungen keinen Schaden und ist weniger anfällig für Stöße und Vibrationen. Indem Honeywell und der Hersteller auf Entwicklungsebene unter Verwendung von Magnetic Modelling zusammengearbeitet haben, konnte für den Kunden eine zufriedenstellende Lösung mit optimalem Kosten-Leistungsverhältnis gefunden werden.

Was bei der Auswahl zu beachten ist

Um sicherzustellen, dass Ingenieure die besten Sensoren für ihre Baumaschinen auswählen und einbauen, ist die Befolgung einer zielgerichteten Vorgehensweise entscheidend.

Am Beginn des Auswahlprozesses steht die Idee eines Kunden oder einer Firma, die täglich mit entsprechenden Geräten arbeitet. Die Idee kann getrieben sein vom Bedürfnis, die Produktivität, Sicherheit oder Effizienz zu steigern. Anschließend liegt es in der Verantwortung eines Ingenieurs, die erforderlichen Veränderungen zu erkennen, zu evaluieren und herauszufinden, welche Variablen den zu ändernden Faktor beeinflussen. Wenn ein Ingenieur beispielsweise die Geschwindigkeit verbessern will, mit der ein Forstfahrzeug die Richtung wechseln kann, muss auch sichergestellt werden, dass keine Sicherheitsbestimmungen verletzt werden.

Während des gesamten Prozesses rund um Sensorauswahl und Implementierung ist es entscheidend, sich mit passenden Experten auszutauschen. Es ist unerlässlich, dass Ingenieure unterschiedliche Blickwinkel in Erwägung ziehen um sicherzustellen, dass die Lösung für die jeweiligen Anforderungen bestmöglich geeignet ist und nicht die Maschinenbedienung schmälert. Gleichzeitig muss die Lösung durch Langlebigkeit und Wartungsfreundlichkeit überzeugen.

Moderne Sensoren sind hochgenaue integrierte Lösungen

Aus einfachen Schaltern sind hochgenaue integrierte Lösungen geworden. Intelligente Sensoren helfen, aktuelle und zukünftige Bedürfnisse von Anwendern vorherzusagen. Sie unterstützen bei der vorausschauenden Wartung, messen mehr Parameter als jemals zuvor und liefern dem Bediener entsprechend bessere Informationen. Sensoren ermöglichen eine hochpräzise Bewegungskontrolle und verbessern dadurch die Sicherheit und Effizienz der Bedienung. Ihr kontaktloses Design senkt die Risiken mechanischen Versagens und verbessert gleichzeitig Zuverlässigkeit und Strapazierfähigkeit.

* Stefan Simon ist EMEA Product Marketing Manager Speed & Position Sensors bei Honeywell Sensing and Productivity Solutions

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