Wetterstation: Mithilfe entsprechender IoT-Services ist Open-Source-Hardware für fast jede Anwendung geeignet, von kleinen Wetterstationen bis hin zu industriellen Systemen zur Umgebungsüberwachung.
(Bild: Mouser)
Temperatur und Luftdruck, die im Rahmen dieser Wetterstationsprojekte überwacht werden, sind grundlegende Umgebungsindikatoren, die in zahlreichen Kontexten von Nutzen sein können. Dazu zählen die Überwachung von Wachstumsbedingungen für Pflanzen, die Überprüfung der richtigen Aufbewahrungsbedingungen von verderblichen Waren, die Überwachung industrieller Prozesse oder die Erkennung von Höhenänderungen zu unterschiedlichen Zwecken wie Warenortung oder Aktivierung von Sicherheitssystemen.
Verschiedene Module mit dem MPL3115A2 Drucksensor-IC können mit Open-Source-Platinen genutzt werden – darunter die Adafruit 1893. Arduino-Bibliotheken für dieses kleine Sensor-Breakout-Board sind auf GitHub. Für Nutzer von BeagleBoard bietet das Projekt SensorCape für BeagleBoard- oder BeagleBone Black-Platinen ähnliche Funktionen in Kombination mit Mehrachsen-Bewegungserfassung sowie Infrarot- und Umgebungslichtmessung. Softwarebibliotheken und Hardwaredateien zur Nutzung von SensorCape stehen im Projektarchiv auf GitHub.
Wachstum durch IoT-Services
Ein kleines Projekt zur Umgebungsüberwachung, wie eine eigenständige Wetterstation oder ein Temperatur-/Drucksensor im Freien, kann ein unterhaltsamer Zeitvertreib sein. In professionellen Kontexten wie kommerzieller Anbau, intelligente Landwirtschaft, industrielle Prozesssteuerung oder Überwachung von Luftqualität und -verschmutzung sind jedoch Daten von einer Vielzahl von Sensoren in einem großen Gebiet bzw. von mehreren Industriestandorten oder Gebäuden erforderlich. Die Cloud ist ein wichtiger Verbündeter bei der Sammlung von Daten aus unterschiedlichen Quellen und kann bei der Auswertung der Ergebnisse im Hinblick auf sinnvolle Geschäftsentscheidungen helfen.
Kommerzielle IoT-Plattformen wie Watson von IBM sind nun auf Abonnementbasis für kleinere Projekte frei zugänglich. Sensoren auf Basis von Open-Source-Hardware können mit der Cloud verbunden werden, sodass Maker von leistungsstarken Datenverarbeitungsfunktionen profitieren.
Mit einem Abonnement für IBM Bluemix-Dienste können Nutzer ihre eigene Watson IoT-Plattform anpassen und ihre Sensoren verbinden, um Ereignisse über das Watson IoT-Dashboard grafisch darzustellen. In einem Online-Tutorial erklärt IBM Schritt für Schritt, wie Nutzer die IoT-Plattform implementieren, einen Raspberry Pi-Computer mithilfe des Installationsprogramms auf GitHub verbinden und Sensoren und Dienste konfigurieren können.
Der einfache Zugang zu Cloud-Diensten könnte der nächste Durchbruch für Maker sein. Die Udoo Cloud ermöglicht es Nutzern zum Beispiel, jedes Udoo-Board – wie die Platinen X86, Udoo Neo oder Udoo Quad/Dual – zusammen mit Zubehör wie Temperatur- oder Luftdrucksensoren anzuschließen und mit dem Internet zu verbinden, um ein komplettes IoT-System zu konfigurieren und zu verwalten. Die Plattform umfasst ein Dashboard zum Anzeigen des Systems, Hinzufügen von Sensoren sowie zur Statusüberprüfung.
Trigger ermöglichen das Senden einer SMS oder E-Mail, wenn ein Sensor einen bestimmten Wert anzeigt. Abbildung 2 zeigt eine mögliche Dashboard-Seite, auf der der Status mehrerer Sensoren überwacht werden kann. Um den Service zu nutzen, ist die Erstellung eines Benutzerkontos erforderlich. In der IoT-Onlinedokumentation von Udoo findet sich eine vollständige Anleitung für die Installation des IoT-Cloud-Client-Dienstes und die Registrierung der Platine in der Udoo Cloud.
Weniger anspruchsvoll ist die Übertragung von Daten von einem Umgebungssensor auf ein Smartphone oder eine Warnung bei Überschreitung eines Schwellenwerts, zum Beispiel wenn verderbliche Waren die zulässige Maximaltemperatur bei der Aufbewahrung oder Lieferung überschreiten oder Ressourcen (wie industrielle Werkzeuge oder Fahrzeuge) sich außerhalb eines Geo-Fence befinden. Die Interaktion mit einem Maker-Projekt – wie einem umgebungssensorbasierten Projekt mit Raspberry Pi oder Arduino – über ein Smartphone kann mit Plattformen wie Blynkerleichtert werden. Diese Plattform umfasst einen App-Builder für iOS- und Android-Geräte, mit dem typische Systemsteuerungselemente – Schaltflächen, Warnleuchten, Nachrichten usw. – einfach aus einem Menü ausgewählt und implementiert werden können.
Fazit: Open-Source-Hardware bietet Entwicklern schnelle und einfache Optionen für Sensoren zur Überwachung einer Vielzahl an Umgebungsbedingungen und Ereignissen – ob im Gartenbau und der Landwirtschaft, zur industriellen Überwachung oder für intelligente Städte und Klimaschutz. Diese Maker-orientierten Ökosysteme stellen nicht nur einen erschwinglichen Einstieg in die Entwicklung verbundener Sensoren dar – sie bilden dank zugänglicher Cloud-Dienste und einfacher Verbindungen mit Smartphones auch die nötige Grundlage für Entwickler, aus ihren Projekten professionelle IoT-Lösungen zu machen.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.