Gedruckte OLED

Mit dem Tintenstrahldruck OLEDs preiswert drucken

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Was der Tintenstrahldruck bieten kann

Geht man von einer konkreten Materialkombination aus und vergleicht dazu eine lösungsmittelprozessierte Spin-Coating-OLED mit einer OLED aus dem Tintenstrahldruck, gilt bei der gedruckten Variante mit einem sehr gut eingefahrenen Prozess als Daumenregel, dass im Durchschnitt mit einer Effizienzeinbuße von ungefähr 5 Prozent gegenüber der lösungsmittelprozessierten Variante zu rechnen ist. Die Daumenregel erklärt sich hierbei aus der Tatsache, dass sich die Reproduzierbarkeit der gedruckten OLEDs bezüglich ihrer elektrisch-optischen Parameter viel schwieriger gestaltet als bei dem Spin-Coating-Pendant.

Schichthomogenitäten direkten Einfluss auf die Lebensdauer und die Kenndaten der OLED haben.

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Obwohl manche OLEDs aus dem Tintenstrahldruck nur Abweichungen unter 1 Prozent gegenüber der Spin-Coating-Variante haben, so ist im Durchschnitt eine Abweichung von 5 Prozent als sehr gut einzuschätzen. SIOD akzeptiert in einem massentauglichen Produktionsprozess eine I-V-L- (Strom-Spannung-Lichtdichte-)Reproduzierbarkeit der OLEDs mit einer Abweichung von 9 Prozent in einer Serie von 1000 Stück. Mit einem veränderten Druckprozess konnten wir die prozentuale Abweichung bei den elektrischen Kennwerten unter 6 Prozent bringen, allerdings steht dem eine Kostensteigerung des Produktionsprozesses um über 20 Prozent gegenüber.

Die OLED als Komponente in einem Gesamtprodukt

SIOD produziert OLEDs als Komponente für ein Gesamtprodukt, welches bewegte und animierte Bilder in Zeitschriften, Magazinen und Verpackungen ermöglicht. Daher ist es für uns mehr von Interesse zunächst, den Fokus auf den Preis zu legen als auf langlebige High-End-OLEDs. Die I-V-L-OLED-Parameter müssen nur die Anforderungen an das Gesamtprodukt erfüllen.

Die Lebenszeiten der entwickelten Produkte sind dadurch mehr durch die Kapazität der gedruckten, flexiblen und grünen Batterien bedingt, als durch die Lebenszeiten der eigentlichen OLED selbst. Da die Spannungsversorgung und Stromzufuhr bei den meisten unserer Anwendungen durch die Batterien begrenzt ist, können die elektrischen Parameter der OLED jedoch nicht vollständig außer Acht gelassen werden. Das Ziel von SIOD ist das ermittelte Optimum zwischen Preis-Lebensdauer-elektrischer Effizienz der OLED mit einem Schwerpunkt auf dem Preis. Der entwickelte Tintenstrahldruckprozess erlaubt es, OLEDs in einem Bereich von 0,03 bis 0,05 Euro je cm² herzustellen. Das Ziel liegt bei einem Wert von 0,01 Euro, das im Jahr 2017 erreicht werden soll.

Die OLED als personalisierte Werbeplattform

Ein SIOD, sprich „Surface Integrable OLED Device“, ist im engeren Sinn eine Werbeplattform und besteht aus der gedruckten OLED. Dazu gehört eine grüne Energiequelle, wie beispielsweise eine gedruckte Solarzelle, und aus Schalterelementen. Die Schalterelemente erfüllen die gewünschte Funktion des Kunden. Im weiteren Verlauf sieht der Entwicklungsplan vor, gedruckte Kommunikationseinheiten bis 2017 zu integrieren. Das können beispielsweise Lösungen mit drahtlosen Protokollen wie WLAN oder RFID sein. Damit ist es möglich, direkt eine Werbefläche in Druckerzeugnissen mit mehreren Inhalten darzustellen, die auch noch personalisiert sein können.

* Patrick Barkowski ist CTO und Mitbegründer des Technologie-Startup SIOD in Chemnitz.

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