Störquellen aufspüren

Mit dem Tablet EMV-Probleme auf Platinen erkennen

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Bereiche mit erhöhter Common-Mode-Strom-Belastung

Auf einen Kabelbaum gekoppelt werden sie im gesamten Gerät verteilt und mutieren zu einem globalen Störer. Wird die Platine über dem Mess-Tablet positioniert, so werden kurz darauf die Bereiche mit erhöhter Common-Mode-Strom-Belastung dargestellt. Wesentlich leichter lässt sich so der Grund und der Ort des Common-Mode-Stromes erfassen. Ähnlich, wie die zuvor aufgelisteten Beispiele, lässt sich auch die Verteilung von Stör-Emissionen in einem Gerät durch Leitungen und Bussysteme verfolgen.

Durch Design-Veränderungen können sich diese Störungen vergrößern oder verringern und sind mit dem EMxpert von EMSCAN leicht und schnell zu verifizieren. Breitbandiges Rauschen zu messen ist ein weiterer Anwendungsfall, wie er bei einem getakteten Netzteil vorkommt. Dort kann die ausgesendete Störstrahlung innerhalb eines Gerätes zu höherem Rauschpegel oder gar zum Absturz des Gerätes führen. Nicht auszuschließen ist, dass die Regel-Elektronik des geschalteten Netzteils selbst von den eigenen Emissionen betroffen ist und die Regelung ausfällt. Mit dem EMxpert lässt sich auf einfache Weise, innerhalb eines vom Anwender bestimmbaren Frequenzbandes in der Spektrums-Darstellung das Emissions-Spektrum erfassen.

Charakteristische Messgrößen müssen hinterlegt sein

Die Auflösung der dargestellten topologischen Messergebnisse beträgt minimal 3,75 mm und es lassen sich in der Verbindung des Tablets zum Spektrumanalysator entsprechende Verstärker oder Abschwächer schalten, deren charakteristische Kenngrößen in der verwendeten Software hinterlegt sein müssen.

Zur leichteren Untersuchung der Wirkung von Gegenmaßnahmen zur Störstrahlungsunterdrückung können zwei Spektren aufgenommen werden, die voneinander subtrahiert werden können. Voraussetzung dafür ist, dass für beide Messungen identische Randparameter, auch für den Spektrum-Analysator, gelten. Einsatz findet das beispielsweise bei der Störstrahlungsunterdrückung getakteter Netzteile.

* Patrick Jung studierte Nachrichtentechnik in Karlsruhe und arbeitet bei dataTec in der technischen Kundenbetreuung. Klaus Höing studierte Elektrotechnik in Stuttgart und ist bei dataTec für die PR zuständig.

(ID:42468587)