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Messertrennklemmen pushen die Prozesstechnik

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Die Messertrennklemmen sind einfach zu handhaben

Für die geringen Ströme von üblicherweise 4 bis 20 mA werden in der Praxis Drähte mit Leiterquerschnitten von 0,14 bis 1,5 mm2 verwendet. Klemmen im Standardraster von 5,2 mm und einem Anschlussvermögen bis zu 4 mm2 sind daher oft überdimensioniert – in Bezug auf Platzbedarf, Leistungsdaten und Kosten. Bislang gab es keine Alternativen für die Lösung dieses Problems. Mit der Klemme vom Typ PT 1,5/S-MT kommt eine Messertrennklemme mit einer Teilungsbreite von 3,5 mm auf den Markt.

Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen wird mit dieser Klemme der Platzbedarf im Schaltschrank um bis zu 30% reduziert. Möglich wird dies durch die sogenannte Push-in-Anschlusstechnik. Hierbei handelt es sich um ein leicht zu bedienendes Einsteckverfahren. Der Anwender führt die Drähte in die vorgesehene Öffnung. Im Inneren klemmt ein Federdraht die Aderendhülse fest. Ein gängiger Schraubendreher oder ein einfacher Phasenprüfer genügen, um die Klemmstelle durch leichten Druck an der richtigen Stelle wieder zu lösen. Trotz des schmalen Gehäuses werden die Trennmesser auf diese Weise geöffnet. Diese Technik wird auch außerhalb des Reihenklemmen-Systems vom Unternehmen in Blomberg in Produktlinien eingesetzt.

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Die Produktfamilie der Messertrennklemmen umfasst klassische Zwei-, Drei- und Vierleiter-Trennklemmen inklusive konturengleicher Durchgangsvarianten. Die größte Kompaktheit erzielt die doppelstöckige Variante der Klemme bei einer Baubreite von 3,5 mm. Eine Tragschiene von einem Meter Länge beherbergt 572 trennbare Signale. Neben der Markiermöglichkeit an jeder Klemmstelle sorgen auch die gleichen Farben von Trennmesser und Pusher für eine gute Bedienbarkeit – trotz der hohen Packungsdichte. Orangefarbene Trenndeckel, die bei langen Klemmenreihen in regelmäßigen Abständen gesetzt werden, tragen zur Übersichtlichkeit bei. Mit einer Wandstärke von 0,8 mm ist diese Segmentierung fast ohne Platzverlust umsetzbar.

Explosionsgefährdete Bereiche sind kein Problem

Bei der Verarbeitung zahlreicher Betriebsstoffe in der Chemischen Industrie können explosionsfähige Atmosphären durch Gase oder Ähnliches entstehen. Dies erfordert den Einsatz explosionsgeschützter Betriebsmittel jeglicher Art. Dies dient dem Schutz der Mitarbeiter sowie der Instandhaltung der gesamten Anlage. In der Mess- und Regelungstechnik wird häufig mit der Zündschutzart „Eigensicherheit Ex i“ gearbeitet.

Reihenklemmen gelten laut IEC/EN 60079-14 für die Verwendung in eigensicheren Stromkreisen als einfache elektrische Betriebsmittel. Die Eignung nach IEC/EN 60079-0 und 60079-11 kann vom Hersteller bestätigt werden. Er sichert das Einhalten der geforderten Luft- und Kriechstrecken sowie Abstände durch feste Isolierung für Stromkreise bis 60 V zu.

Zur Kennzeichnung der eigensicheren Stromkreise gibt es alle Messertrennklemmen auch in blauer Farbe. Darüber hinaus sind Trennklemmen mit einer Zulassung in der Zündschutzart Ex nA erhältlich. Diese Trennklemmen eignen sich, um größere Ströme in der Zone 2 zu messen. Ein Öffnen unter Spannung ist in diesem Fall allerdings nur nach Freigabe (Feuerschein) statthaft.

* Birger Diekmann ist Produktmanager Prozessindustrie, Industrial Cabinet Connectivity bei Phoenix Contact in Blomberg.

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