Eigenständigkeit für Xiver MEMS-Sparte von Philips wurde verkauft und wird als Xiver eigenständig

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Wie am 7. Januar 2025 bekannt wurde, hat sich der niederländische Konzern Philips von seiner MEMS-Produktion getrennt; sie wurde an eine niederländische Investorengruppe verkauft. Unter dem Namen Xiver agiert das Unternehmen nun eigenständig und beliefert ASML und Lynred.

Der Philips-Hauptsitz in Amsterdam.(Bild:  Philips)
Der Philips-Hauptsitz in Amsterdam.
(Bild: Philips)

Der Elektrokonzern Philips aus den Niederlanden hat sich von seiner MEMS-Sparte getrennt, wie Anfang Januar 2025 bekannt gemacht wurde. Als Käufer für die Fabrik mit rund 110 Angestellten hat sich eine niederländische Investorengruppe gefunden, die das Unternehmen jetzt unter dem Namen Xiver eigenständig agieren lässt. Alle Beschäftigten werden ihren Job behalten, John van Soerland wird als Geschäftsführer fungieren. Man sieht erhebliches Potenzial im MEMS-Markt, insbesondere weil Xiver eigenen Angaben zufolge der einzige MEMS-Hersteller in Europa ist, der sich nicht unter chinesischer Leitung befindet.

MEMS steht für Micro-Electro-Mechanical Systems, also für mikroelektromechanische Systeme. Die winzigen Geräte kombinieren elektronische und mechanische Komponenten auf mikroskopischer Ebene und haben eine Vielzahl von Anwendungen, etwa in Sensoren, im medizinischen Sektor, in der Automobilindustrie und in der Telekommunikation.

Geschäfte mit dem Nachbarn machen

„Es ist möglich, dass Unternehmen in unserem Nischenmarkt lieber mit unabhängigen Akteuren auf dieser Seite der Welt Geschäfte machen“, wird Van Soerland von NL Times zitiert. Einer dieser Kunden, der nach unabhängigen Akteuren auf dieser Seite der Welt sucht, soll unter anderem Lithografiemaschinen-Hersteller ASML sein, wie Van Soerland gegenüber De Telegraaf (via Techzine) bestätigt hat. Auch das französische Verteidigungs-Unternehmen Lynred soll zu Xivers Kunden zählen.

ASML wiederum stützt sich stark auf ein Netzwerk von Lieferanten in der näheren Umgebung des Hauptstandorts Eindhoven sowie aus Europa, um die gefragten Belichtungsmaschinen für die Chipfertigung zu bauen. Und ASML ist, neben etwa NXP, obendrein ein anschauliches Beispiel dafür, dass ein Unternehmen auch nach der Trennung von Philips Erfolge feiern kann. (sb)

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