Die Medizintechnik umfasst Krankenhaustechnik und medizinische Geräte und ist der Motor des medizinischen Fortschritts. Die Anwendungen sind stark technisch geprägt – und mit der Elektronik kommt die Bauelementdistribution ins Spiel.
Anwendungen in der Medizintechnik sind stark technisch geprägt. Mehr Elektronik erfordert Spezialisten. Hier kommt die Bauelementedistribution ins Spiel.
Stark mittelständisch geprägt, hoch innovativ mit kurzen Produktzyklen und exportstark – das ist die Medizintechnikbranche in Deutschland. Im Jahr 2022 wurde ein Gesamtumsatz von 38,4 Mrd. Euro erzielt, einschließlich des Umsatzes kleiner Unternehmen über 48 Mrd. Euro [1]. Davon sind ein Drittel davon Produkte, die nicht älter als drei Jahre sind. Rund neun Prozent des Umsatzes wurden für Forschung und Entwicklung aufgewendet, um die Entwicklung von Produktinnovationen voranzutreiben. Dem Inlandsumsatz von 12,6 Mrd. Euro steht eine Exportquote von 67 Prozent gegenüber – Hauptabnehmer ist die EU (4,88 Mrd. Euro mit den Ländern Niederlande, Frankreich, Großbritannien und Italien), gefolgt von den USA mit 4,83 Mrd. Euro und China mit 2,34 Mrd. Euro.
Mordor Intelligence prognostiziert dem Markt für Medizinprodukte eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 6,99 Prozent weltweit im Zeitraum von 2023 bis 2028 [2]. Das Marktvolumen soll von 595,42 Mrd. US-Dollar im Jahr 2023 auf 834,72 Mrd. US-Dollar im Jahr 2028 steigen, am schnellsten in der Region Asien-Pazifik mit den USA als größtem Markt. Insbesondere die Nachfrage nach anspruchsvolleren Komponenten wird steigen.
Schon heute ermöglichen vernetzte Sensoren sichere und benutzerfreundliche medizinische Geräte, zum Beispiel zur Blutzuckermessung oder in Röntgengeräten. Auch Wearables mit intelligenten Anwendungen sind längst auf dem Markt. Bis 2025 werden unter anderem medizinische Handhelds, Robotic Care, Augmented/Virtual Reality, Monitoring Tools bis hin zu KI-getriebenen Anwendungen erwartet. Diese Entwicklung wird durch Miniaturisierung, Digitalisierung, Integration von Technologie in die Medizin, Vernetzung und Automatisierung vorangetrieben, wobei die sich schnell entwickelnde Elektronik eine Schlüsselrolle spielt.
Mehrfachspezialisten mit breitem Serviceangebot
Voraussetzung für funktionierende Systeme ist das Zusammenspiel aller Module und Komponenten. Auftritt Bauelemente-Distributoren: Sie sind Mittler zwischen Herstellern und Kunden. Einkäufer und Entwickler erhalten hier herstellerunabhängige Beratung und fundierte Unterstützung bei der Auswahl und dem Design-In von technologisch und kommerziell geeigneten Komponenten für ihre Anwendungen.
Man denke nur an ein MRT-System, bei dem Steuerungen mit Sensoren und der Motor in einer möglichst kompakten Einheit integriert werden sollen. Hier müssen verschiedenste Komponenten von unterschiedlichen Herstellern effizient zusammenarbeiten. Wenn es mit einer Komponente nicht klappt, muss eine Alternative gefunden werden – mit überschaubaren Lieferzeiten. Hinzu kommt eine langfristig gesicherte Lieferkontinuität für die Komponenten als Grundvoraussetzung für den Einstieg in die Medizintechnik.
Von der Idee bis zur Marktreife: Distributoren punkten mit marktspezifischem Know-how. Mit Starterkits und Referenzdesigns können sie Evaluierungs- und Entwicklungsphasen verkürzen, was dem Hersteller einen schnelleren Einstieg in die Massenproduktion ermöglicht. Sie bieten Know-how bei der Einführung neuer Produkte (NPI) und Logistiksysteme bis hin zur End-of-Life-Betreuung. Unabhängig davon, ob es sich um einen Großkonzern oder ein Start-up-Unternehmen handelt, der Fokus eines Distributors liegt immer auf dem optimalen Ergebnis für den Kunden.
Distributoren unterstützen bei Regulierungen
Auch im Hinblick auf geltende Gesetze und Normen, insbesondere Compliance-Regelungen, werden Distributoren zu immer wichtigeren Partnern, die von Anfang an in das Projekt eingebunden werden und während des gesamten Produktlebenszyklus beratend zur Seite stehen. Sie unterstützen bei Machbarkeitsüberlegungen für ein neues Produkt oder beim Redesign eines bestehenden Produktes, bei der Vorentwicklung mit geeigneten Komponenten sowie beim Umfang und der Einhaltung von Umweltvorschriften.
Im Rahmen der Produktverantwortung des Kunden ist dieser Aspekt besonders relevant, in Europa und weltweit. Denn die Hersteller müssen die Konformitätsbewertung eigenverantwortlich durchführen und sind dabei auf die Unterstützung des Händlers angewiesen.
Auf dem Markt für Medizinprodukte wird ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Geräte gelegt. Maßgeblich dafür ist die Medical Devices Regulation (MDR EU; 2017/745/EU), die 2021 in Kraft tritt und die Sicherheit von Medizinprodukten über den gesamten Lebenszyklus erhöhen soll. Dazu müssen die Produkte strengen Sicherheitsstandards entsprechen.
Stand: 08.12.2025
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Plattform zum regelmäßigen Austausch
Der FBDi bietet seinen Mitgliedern eine wichtige Plattform, auf der sich die Distributoren regelmäßig austauschen – von Markteinschätzungen bis hin zum Umgang mit Vorschriften und Ökodesign-Regelungen. Das erspart ihnen teure externe Beratung. Denn unabhängig vom Zielmarkt darf ein elektronisches Produkt in der EU nur in Verkehr gebracht und in Betrieb genommen werden, wenn es die Anforderungen aller für das Produkt geltenden EU-Richtlinien erfüllt.
Ausblick der deutschen Medizintechnikbranche
(Bild: Statista)
Die Aussichten für die deutsche Medizintechnikbranche sind gut: Durch die zunehmende Alterung der Gesellschaft wird der Bedarf an Gesundheitsleistungen nach dem Renteneintritt steigen. Technologische Neu- und Weiterentwicklungen, die Digitalisierung, der Einsatz künstlicher Intelligenz und individualisierte Medizintechnik sind weitere Treiber.
Eine jährliche Wachstumsrate in den Jahren 2023 bis 2028 von 4,67 Prozent und ein Marktvolumen von 45,27 Mrd. Euro bis 2028 prognostiziert das Institut Statista für den deutschen Markt [3]. Er zeichnet sich durch gut ausgebildete Fachkräfte und eine gute Infrastruktur aus. Problematisch sind der Fachkräftemangel, Herausforderungen wie Unsicherheiten bei Lieferanten und Lieferketten, steigende Kosten und insbesondere der Umgang mit der Medical Device Regulation (MDR), der wichtige Ressourcen bindet.
Hier kommt den Distributoren als Multispezialisten mit breitem Dienstleistungsangebot eine Schlüsselrolle zu. Mit ihrem regulatorischen Know-how können sie das Tagesgeschäft der Hersteller deutlich vereinfachen. Durch die frühzeitige Einbindung in Projekte und die Unterstützung in allen Phasen des komplexen Produktlebenszyklus werden sie zu immer wichtigeren Erfolgspartnern. Gerade in der Medizintechnik, die von hohen Sicherheits- und Zertifizierungsanforderungen geprägt ist, dürften diese Punkte von besonderer Relevanz sein.