Infineon MCU-Entwicklungskit unterstützt IO-Link-Standard für Industrieautomatisierung

Redakteur: Holger Heller

Ein Evaluierungskit zur Entwicklung von Kommunikationssystemen in Fertigungsumgebungen auf Basis des IO-Link-Standards V1.1 hat Infineon vorgestellt. Das Kit basiert auf den 16-Bit-MCUs der XE166-Familie und den 8-Bit-MCUs der XC800-Familie.

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Die Echtzeitfähigkeit der XE166-MCUs und die kosteneffizienten XC800-Bausteine ermöglichen laut Infineon die branchenweit erste Lösung mit bis zu acht IO-Link-Kanälen auf dem Master und einem FIFO-Puffer für jeden Kanal. Das IO-Link-Kit wurde zusammen mit Partnern im Bereich der Industrieautomation entwickelt. Mit ihm lässt sich die Funktion der kompletten IO-Link-basierten Master-Device-Konfiguration evaluieren.

Das Kit basiert auf einer XE164-16-Bit-MCU für den Master-Knoten und einem XC822 der 8-Bit-MCU-Reihe für den Device-Knoten. "Mit Unterstützung der Partner Hitex, Technologie Management Gruppe (IO-Link Software-Stack) und ZMDI (IO-Link-PHY-Bausteine) bieten wir eine komplette Entwicklungslösung, einschließlich aller Tools sowie Evaluierungs-Software für den IO-Link-Software-Stack - sowohl für die Master- als auch die Device-Seite", erklärte Dr. Stephan Zizala, Senior Manager Mikrocontroller-Produkt-Marketing bei Infineon.

Das Kit umfasst einen USB-Stick als XE164-basierten Master-Knoten mit PHY und Support für vier IO-Link-Kanäle, einen XC822-basierten Device-Knoten, Kabel, Demo-Software und Dokumentation. Infineon realisierte weitere Projekte, die die XC800-8-Bit-MCUs als Device nutzen, zusammen mit HMT microelectronic (IO-Link Physical Transceiver und IP) sowie MESCO Engineering (IO-Link Device Software Stack).

IO-Link für die Automatisierung

IO-Link ist ein Standard für ein Punkt-zu-Punkt-Kommunikationssystem, mit dem Sensoren und Aktoren einfach an ein industrielles Automatisierungssystem angebunden werden können. Für Endkunden ergibt sich damit eine einfachere und preisgünstigere Verkabelung, Fernwartung und Fernkonfiguration.

Ein IO-Link-System besteht aus einem IO-Link-Master und einem oder mehreren IO-Link-Devices (Sensoren oder Aktoren). Der IO-Link-Master sorgt für die Schnittstelle zur SPS (Speicherprogrammierbaren Steuerung) und steuert die Kommunikation zwischen den angeschlossenen IO-Link-Devices.

IO-Link ermöglicht eine robuste Kommunikation mit integrierter Fehlererfassung und eine einfachere Integration in gängige Feldbus-Systeme mit kostengünstiger, ungeschirmter Verkabelung. Als eine offene Schnittstelle lässt sich IO-Link in alle gängigen Feldbus- und Automatisierungssysteme integrieren.

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