PLM-Software Mars-Rover Curiosity für harte und jahrelange Mission entwickelt
Curiosity ist auch dank einer PLM-Software von Siemens erfolgreich auf dem Mars unterwegs. Die Software wurde für den gesamten Entwicklungsprozess eingesetzt. Dabei wurden die schwierigen Bedingungen auf dem Mars simuliert, um Curiosity für eine harte und jahrelange Mission zu stählen.
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NASA-Wissenschaftler setzten für den Mars-Rover Curiosity auf Softwaretechnik von Siemens. Curiosity ist derzeit auf dem Mars unterwegs, um vom roten Planeten Daten und Informationen zu sammeln. Das 900 Kilogramm schwere und bisher größte Mars-Fahrzeug ist seit eineinhalb Jahren auf dem Mars unterwegs und hat bereits Daten und Fotos von seiner Mission zur Erde geschickt, die für Aufsehen gesorgt haben.

Siemens hat mit der Entwicklungssoftware PLM (Product-Lifecycle-Management) dazu beigetragen, dass sämtliche Komponenten zusammenpassen, richtig arbeiten und den harten Bedingungen der Mission standhalten. Im gesamten Entwicklungsprozess des Fahrzeugs haben die Wissenschaftler des Jet Propulsion Lab der NASA Siemens PLM-Software (Product-Lifecycle-Management) eingesetzt.
Digital entwerfen, simulieren und virtuell zusammensetzen ohne Prototyp
Sie konnten damit den Rover digital entwerfen, simulieren und virtuell zusammensetzen, ohne einen Prototyp zu bauen. Die Anforderungen an das Weltraumfahrzeug bei Start, Flug, Eintritt in die Atmosphäre und Landung waren besonders hoch. Curiosity musste extreme Temperaturdifferenzen, hohe Beschleunigungen, Vibrationen und Strahlung aushalten. Daher sind Design und Produktion eines solchen Rovers höchst komplex. Bei einer Weltraummission gibt es zudem keine zweite Chance – nichts kann nachträglich verbessert oder repariert werden.
Für die Fahrzeugentwicklung verwendeten die NASA-Wissenschaftler daher Siemens PLM-Software mit der Konstruktionssoftware NX und Teamcenter als Programm für Datenmanagement Teamcenter erlaubt eine bessere Zusammenarbeit der unterschiedlichen Design-Gruppen, indem diesen stets die aktuellen Daten zur Verfügung gestellt werden.
Die Software NX besteht aus CAD-, CAE- und CAM-Anwendungen für computergestützte Konstruktion, Entwicklung und Fertigung. Zum Beispiel wurde mit NX ein Temperaturmodell des Rovers erstellt. Die Forscher testeten den Rover dazu mit vielen hundert Temperatursensoren in einer speziellen Kammer, die mit Kohlendioxid-Atmosphäre, eiskaltem Fußboden und einem sonnenähnlichen Strahler die Bedingungen auf der Marsoberfläche imitiert.
Luft- und Raumfahrt sowie Automobilindustrie setzen auf PLM-Software
Aus den gewonnenen Daten und Ergebnissen berechnete das NX-Tool dann ein Temperaturmodell. Dieses kann Bedingungen virtuell simulieren, die auf der Erde nicht nachgeahmt werden können. Das 3D-Modell half nicht nur bei Design und Test des Systems, sondern wird auch augenblicklich im Flugbetrieb verwendet.
In der Luft- und Raumfahrt sowie in der Automobilindustrie ist PLM-Software weit verbreitet. In Kombination mit Automatisierungstechnik von Siemens kann sie Markteinführungszeiten um bis zu 50 Prozent reduzieren und spart dabei gleichzeitig Ressourcen sowie Energie ein.
Mehr Details zur PLM-Software von Siemens sowie Success Stories und Hintergrundinfos finden Sie in einem PLM-Special auf der Homepage www.siemens.at/plm-special.
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