Machine-to-Machine-Kommunikation

M2M ist mehr als nur eine Verbindung ins Netz

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Vor allem die erforderlichen nationalen, internationalen oder gar weltweiten Zertifikate zu erlangen kann viele tausende Euros und Monate an Aufwand kosten. Es stellt somit für industrielle Applikationsentwickler eine erhebliche Hürde bei der Einführung neuer M2M-Lösungen dar. Dies zeigt allein der Blick auf die Aufwendungen, die für die international allgemein anerkannte PTCRB Zertifizierung betrieben werden müssen.

Hohe Aufwendungen für Zertifizierung

Eine PTCRB-Zertifizierung stellt sicher, dass GSM/UMTS/LTE Geräte konform zu den technischen Spezifikationen der NAPRD (North American Permanent Reference Document) sind und damit die Anforderungen der Netzbetreiber für einen sicheren Betrieb erfüllen. Es reicht dabei jedoch nicht, lediglich zertifizierte Funk-Module einzusetzen.

Auch Hersteller von eigenständig arbeitenden Lösungen sind gezwungen, die Zertifizierungsverfahren der PTCRB einzuhalten, selbst wenn sie PTCRB-zertifizierte Module einsetzen. Bis ein Produkt ein vollständiges PTCRB-Zertifikat erlangt hat, müssen umfangreiche Konformitätsprüfungen in einem akkreditierten Labor durchgeführt werden. Und diese Tests sind nicht die einzigen, die man braucht, um ein System zur Serienreife zu bringen.

Sollen für die M2M Kommunikation nämlich beispielsweise CDMA-Netzwerke genutzt werden, sind zusätzliche CDMA-Zertifizierungsprozesse mit einzelnen oft auch noch lokal agierenden Mobilfunknetzbetreibern erforderlich. Vodafone bietet als eines der wenigen Unternehmen bereits global gültige, standardisierte Testverfahren für M2M-Geräte im Test & Innovation Center an und bescheinigt die Konformität.

Im Vergleich zu den mit EMV und Abstrahlung eher physikalisch ausgerichteten PTCRB-Verfahren wird hier mehr das Verhalten der Systeme im Netz getestet, etwa das Einwahl- und Hand-over-Verhalten oder das Managed Roaming. Eine für alle Netzbetreiber gültige Standardisierung gibt es derzeit aber nicht: Anbieter müssen jeden einzelnen Netzbetreiber kontaktieren, um zu klären was nötig ist, um in allen Netzen betrieben werden zu können.

Zertifizierte, applikationsfertige Plattformen

Es zeigt sich also, dass bei der Entwicklung von M2M-Lösungen viele teils länder- oder netzbetreiberspezifische Aspekte zu berücksichtigen sind, die mit der eigentlichen Applikation nichts zu tun haben. M2M-Applikationsentwickler und Systemintegratoren können versuchen, diese Dinge selbst anzugehen.

Der deutlich effizientere Weg ist es aber, auf global aufgestellte Plattformanbieter zurückzugreifen, die passenden M2M-Plattformen bereits zertifiziert haben. Kontron beispielsweise bietet diese sogar applikationsfertig mit passenden Protokollstacks zur Kommunikationsabwicklung an. Zudem liegt bereits Erfahrung mit der Implementierung auch komplexerer M2M Services in unterschiedlichen Ländern vor.

Darüber hinaus stehen Kunden von Kontron rund um den Globus kompetente und erfahrene Ansprechpartner zur Verfügung, die sie bei Fragen der M2M-Entwicklung und Implementierung unterstützen. Die Zusammenarbeit mit führenden Netzbetreiben wie beispielsweise Vodafone oder Deutsche Telekom rundet das Bild ab. Applikationsentwickler können sich so auf die Entwicklung der eigentlichen Applikation konzentrieren und ihre Lösung schneller ans Netz bringen.

* Claus Giebert ist Product Manager M2M-Systeme bei Kontron in Eching.

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