M17 bis M40: Herstellerübergreifend steckkompatible Rundsteckverbinder

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Im Kabelsteckverbinder integrierte Vibrationsbremse

Das Verriegelungssystem erlaubt aber nicht nur den zeitsparenden und sicheren Geräteanschluss. Es ist auch vollständig kompatibel zur „Speedtec“-Verriegelung von TE Connectivity. Der kraftgesteuerte Toleranzausgleich im Kabelsteckverbinder ermöglicht einen definierten Anschlag nach exakt 45 Grad und sorgt so für die herstellerübergreifende Kompatibilität des Verrieglungssystems.

Elektromechanische Steckverbindungen sind im industriellen Einsatz häufig starken Vibrationen und hohen Temperaturen ausgesetzt. Für eine sichere elektrische Verbindung und somit für die sichere Versorgung von Maschinen und Anlagen mit Signalen, Daten und Leistung werden Rundsteckverbinder mit Vibrationssicherungen versehen.

Anstatt diese wie bisher auf dem Außengewinde der Gerätestecker anzubringen, wurde die Vibrationsbremse in die Kabelsteckverbinder integriert. Da die Gerätesteckverbinder zu Kabelsteckverbindern mit Standardgewinden und mit Schnellverriegelung kompatibel sind, müssen Anwender keine unterschiedlichen Gegenstücke vorhalten oder O-Ringe im Feld auf- und abziehen. Dies reduziert die Lagerkosten, erleichtert die Artikelauswahl und eliminiert Unsicherheiten beim Feldanschluss.

Das Unternehmen bietet damit die einzige Lösung am Markt, in der die endgültige Verriegelungsposition spielfrei definiert und gleichzeitig eine Vibrationsfestigkeit von mindestens 20 g sicherstellt ist.

Alle Steckverbinder mit gleichartiger 360°-Schirmung

Weitere Vorteile der einheitlich gestalteten Serie sind ihr wiedererkennbares Design und das in den metrischen Größen M17, M23 und M40 gleichartige Schirmkonzept.

Das Schirmgeflecht kann wahlweise abgeschnitten oder eingedreht werden. Bei gängigen Geber- und Servoleitungen ist nach dem Eindrehen jedoch kein Kürzen mehr notwendig. So können die Konfektionäre oder das Installations- und Wartungspersonal eine zuverlässige 360°-Schirmung ohne Zusatzwerkzeug herstellen (Bild 3).

Auch die Kontakt-Bestückung der Signalisolierkörper wurde überarbeitet. Durch eine Vor-Verriegelungsposition der Isolierkörperhälften können die Kontakte auch bei gekreuzten Adern leicht montiert werden. Durch Öffnen der Isolierkörperhälften lassen sich die Kontakte im Wartungsfall ganz ohne Entriegelungswerkzeug demontieren.

Außerdem wurde der Bauraum der gewinkelten Leistungs-Gerätesteckverbinder optimiert – damit bieten sich nun etwa 20% mehr Platz für die Litzen als bei vergleichbaren Gehäusen. Zusätzliche Markierungen auf den Isolierkörpern und Gehäusen der Leistungssteckverbinder zeigen die Fügerichtung der Bauteile eindeutig an und erleichtern so die Konfektionierung.

Ausblick auf geplante Entwicklungen

Volle Flexibilität in der Verkabelung und Beschaffung, reduzierte Anschlusszeiten und höchste Zuverlässigkeit im Feldeinsatz: Anwender großer Industriesteckverbinder profitieren mehrfach von herstellerübergreifend kompatiblen Rundsteckverbindern. Als erster Anbieter am Markt wird Phoenix Contact bis 2020 ein vollständiges Produktprogramm in den metrischen Gewindegrößen M17, M23 und M40 anbieten.

Das Produktprogramm wird gewinkelte drehbare Gerätesteckverbinder sowie die zugehörigen Kabelsteckverbinder mit Standard- und Schnellverriegelung umfassen. Basisbauformen und -polbilder der Baugröße M23 werden zur electronica und SPS IPC Drives 2018 vorgestellt.

In den Folgejahren wird das Gesamtprogramm dann sukzessive um weitere 600 Artikel in den Baugrößen M17 bis M40 ausgebaut. Alle Gehäusevarianten können mit Stift- oder Buchsenkontakten bestückt werden. Maschinell zu verarbeitende Kontakte und zusätzliche Polbilder für die Versorgungs- und Kommunikationswege von Geräten und Motoren werden das Programm perspektivisch ergänzen.

* Lisa Gebhard, B.Sc., arbeitet als Produkt-Manager Field Device Connectors bei Phoenix Contact Connector Technology in Herrenberg.

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