M12-Steckverbinder mit einem Klick einfach und sicher verriegeln

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Ein definiertes Drehmoment an der M12-Rändelschraube ist somit unerlässlich. Weil bei den neuen M12-Push-Pull-Steckverbindern die innenliegende Dichtung radial wirkt, benötigt sie keine definierten Drehmomente zum Erreichen der IP-Schutzart.

Verriegelungsfeder bietet Vorteile gegenüber dem Standardgewinde

Mechanische Vorteile gegenüber der Schnittstelle mit M12-Standardgewinde bietet die Push-Pull-Verriegelungsfeder. Ist die M12-Rändelschraube nicht ausreichend verschraubt, entsteht keine Selbsthemmung am M12-Gewinde, und die Verschraubung kann sich unter mechanischen Einflüssen wie beispielsweise Schock und Vibrationen lösen.

Auch hier bietet der M12-Push-Pull-Steckverbinder Vorteile: beim Stecken verrastet die Steckverbindung mit einem spürbaren Klick. Durch diese taktile Rückmeldung kann sich der Anwender sicher sein, dass seine M12-Schnittstelle auf lange Sicht zuverlässig arbeitet (Bild 1).

Ist der Steckverbinder nicht korrekt verrastet, springt er zurück und der Anwender erhält ebenfalls ein eindeutiges Feedback. Somit erfüllt die M12-Push-Pull-Schnittstelle dauerhaft ihre verbürgten Eigenschaften.

Das neue Produktprogramm der M12-Push-Pull-Steckverbinder von Phoenix Contact umfasst konfektionierbare Steckverbinder mit Crimp-Anschlusstechnik sowie Gerätesteckverbinder. Der Anschluss eines Steckverbinders mit Crimp-Anschluss nimmt tendenziell mehr Zeit in Anspruch als der Anschluss mit Schnellanschlusstechnik wie Schneidklemm- oder Push-in-Technik.

Mit geeigneten Werkzeugen oder Maschinen wird jedoch auch hier in der Serienfertigung und Kabelkonfektionierung eine schnelle und sichere Verbindung hergestellt, die – etwa in der Automatisierung – hohe Einsparpotenziale ausschöpfen kann.

Beispiel Fleißbandfertigung

Als Beispiel dient hier die Fließfertigung: die einzelnen Arbeits- und Montageschritte lassen sich hier genau definieren und noch weiter aufteilen, wie etwa die Arbeitsschritte Vorbereitung der Leitung, Crimpen der Einzelkontakte oder Endmontage des Steckverbinders.

Vorteilhaft ist die Crimp-Anschlusstechnik auch, weil der Anschluss unabhängig von den Isolationsmaterialien erfolgen kann. So bekommt der Anwender neben mehr Sicherheit auch eine erhöhte Flexibilität bei der Leitungsauswahl.

Ergänzt wird das Produktprogramm durch einteilige Gerätesteckverbinder für die Vorder- und Hinterwandmontage in A- und D-Kodierung sowie durch zweiteilige Steckverbinder für das THR-Verfahren in A-, D- und X-Kodierung. Die einteiligen Ausführungen verfügen über vorkonfektionierte Litzen für den flexiblen Leiterplattenanschluss oder über Lötbeine zur direkten Leiterplattenmontage.

Die Kontaktträger der zweiteiligen Ausführungen ermöglichen die Bestückung im Pick-and-Place-Verfahren und bieten dank einheitlicher Geräteverschraubungen unabhängig von ihrer Polzahl und Kodierung identische mechanische Einbaubedingungen.

Damit stehen Geräteherstellern je nach Anwendung und Gerätedesign einheitliche und durchgängige Anschlusslösungen für die Signal- und Datenübertragung zur Verfügung. Alle Ausführungen besitzen eine durchgängige Schirmanbindung, die auch unter hohen mechanischen und Vibrationseinflüssen – wie man sie etwa in der Bahnindustrie vorfindet – eine auf lange Sicht störungsfreie Übertragung ermöglicht (Bild 2).

Die Evolution des M12-Steckverbinders

Eine Revolution im Bereich der M12-Steckverbinder findet durch das neue M12-Push-Pull-System nicht statt – aber für viele Anwender bietet diese Schnittstelle jetzt noch mehr Vorteile. Die M12-Push-Pull-Steckverbinder erweitern zudem den Einsatzbereich der standardisierten M12-Schnittstelle erheblich.

Durch die robuste Verriegelung und vereinfachte Handhabung können M12-Steckverbinder mit der Push-Pull-Verriegelung sicher und zuverlässig bei erhöhten Vibrationen und mechanischen Belastungen eingesetzt werden. Viele Anwender erhalten damit eine langfristig zuverlässige M12-Schnittstelle mit hoher mechanischer und elektrischer Stabilität.

* Falk Daniel Clemens und Jörg Hohmeier arbeiten im Bereich Industrial Field Connectivity bei Phoenix Contact in Blomberg.

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