Dampfphasen-Lötanlage mit Vakuumkammer Lötstellen ohne Lunker
In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut hat IBL Löttechnik in Augsburg, Spezialist für das Dampfphasen-löten, eine Anlage entwickelt, welche die Vorteile des Dampfphasenlötens mit denen des...
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In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut hat IBL Löttechnik in Augsburg, Spezialist für das Dampfphasen-löten, eine Anlage entwickelt, welche die Vorteile des Dampfphasenlötens mit denen des Vakuumprozesses kombiniert. Die Anlage Vac665 bietet die Möglichkeit, sowohl normale Baugruppen in der bekannten Weise in der Dampfphase zu verarbeiten als auch durch den ergänzenden Einsatz der Vakuumkammer lunkerfreie Lötstellen beim Verarbeiten von Leistungsbaugruppen zu erzeugen.Leistungsbauelemente rücken verstärkt in die normalen SMD-Baugruppen vor. Die Verarbeitung der Leistungshalbleiter erfordert lunkerfreie Lötverbindungen, die sich in einem Vakuumlötprozess realisieren lassen.Vor diesem Hintergrund hat IBL Löttechnik in Augsburg in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut eine Anlage entwickelt, welche die Vorteile der Dampfphasen-Löttechnik mit denen eines Vakuumprozesses kombiniert.Die Besonderheit dieser einzigartigen Verfahrenskombination: Die Dampfphase sorgt für den guten Wärmetransfer, sodass sich auch voluminöses, massereiches Lötgut zuverlässig und rasch durchwärmen lässt. Der anschließend erzeugte Unterdruck in einer zusätzlichen Kammer in der Dampfphasenzone führt zu einer Kompression der Lötstellen, sodass Gas- und Flussmitteleinschlüsse aus der Lötstelle wandern und lunkerfreie Lötverbindungen entstehen.Der daraus resultierende geringe thermische Widerstand in der Lötstelle garantiert den bestmöglichen Wärmefluss der in den Leistungsbauelementen erzeugten Wärme und führt so zu höherer Lebensdauer, sicherer Funktion und höherem Leistungspotenzial der Baugruppe.Im ersten Abschnitt entspricht der Verfahrensablauf den üblichen Schritten bei den IBL-Dampfphasen-Lötanlagen der Premiumlinie. Die Besonderheit der neuen Anlage ist die zusätzliche Kammer in der Dampfphasenzone.Diese Kammer wird im Bedarfsfall geschlossen und in ihr ein Unterdruck nach Vorgaben des Anwenders erzeugt. Die Kammer hat auch die Temperatur der Dampfphase, sodass während des an-liegenden Vakuums kein Wärmeverlust am Lötgut entsteht. Die Kammer fungiert als quasi dreidimensionaler Strahler, der die Wärme auf die Baugruppe überträgt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Lötstelle während der Vakuumbehandlung flüssig bleibt, wodurch ein ausreichendes Zeitfenster für optimale Lötergebnisse zur Verfügung steht.Vakuum vor, nach oder während der LotschmelzeWenn sich die Baugruppe im Lötbereich befindet, kann die Vakuumkammer schließen. Dies kann vor, während oder nachdem das Lot der Baugruppe geschmolzen ist, geschehen. Vorteil: Diese variable Verfahrensführung ermöglicht den universellen und reproduzierbaren Einsatz der Anlage für verschiedene Anwendungen. Bedingt durch die Wärme-emission der Kammer entsteht ein großes Prozessfenster für verschiedene Anwendungen, von der Hybrid- und Halbleitertechnik bis zur normalen Baugruppenfertigung.Die Lötanlage Vac665 mit einer Arbeitsfläche von rd. 650 mm × 600 mm ist für die Großserienfertigung ausgelegt. Die patentierte Anlagentechnik von IBL ist zudem nahezu wartungsfrei. Die Maschine kann als Stand-alone-Lösung im Batch-Betrieb oder integriert in eine Linienfertigung arbeiten. Ein weiterer Vorteil: Ein alternierender Betrieb als reine Dampfphasen-Lötan-lage oder in Kombination Dampfphase-Vakuum lässt sich ohne Zeitverlust fahren, sodass bei wechselnden Serien jeder Fertigungscharge das eigene, typische Lötprofil und -programm zugeordnet werden kann.
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