Intel Light Peak soll die Zukunft der PC-Schnittstellen sein

Redakteur: Peter Koller

Intel hat für morgen Informationen zu einer neuen Technologie angekündigt, deren Markteinführung unmittelbar bevorstehe. Dem Vernehmen nach dürfte es sich um die Light-Peak-Schnittstelle handeln – und Apple der erste Kunde dafür sein.

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So sehen die Light-Peak-Module aus, hier allerdings noch in einer Version mit optischen Kabeln (Foto: Intel)
So sehen die Light-Peak-Module aus, hier allerdings noch in einer Version mit optischen Kabeln (Foto: Intel)

Intel arbeitet bereits seit einigen Jahren an Light Peak, das zur Übertragung von Daten zwischen Rechner und Peripherie mit einer Geschwindigkeit von 10 Gb/s gleichzeitig in beide Richtungen ausgelegt ist. Damit ließe sich zum Beispiel eine Blu-Ray-Disk innerhalb von 30 Sekunden übertragen.

Zum Vergleich: Das erst kürzlich eingeführte und noch nicht weit verbreitete USB 3.0 bringt es mit 4,8Gb/s nicht einmal auf die Hälfte dieser Bandbreite.

Entgegen seinem Namen und der ursprünglichen Intention wird Light Peak zunächst wohl nicht auf einer optischen Datenübertragung basieren, sondern auf herkömmlichen Kupfer-Leitern. Erst spätere Versionen könnten Glasfasern verwenden und die Bandbreite im Laufe des nächsten Jahrzehnts bis zu 100 Gb/s skalieren.

Über das zugrunde liegende Light-Peak-Protokoll können gleichzeitig mehrere Sub-Protokolle wie zum Beispiel PCI Express, DisplayPort oder USB übertragen werden, so dass die Technologie zur Verbindung einer Vielzahl verschiedener Geräte taugt, zum Beispiel auch von Displays.

Das Ziel von Light Peak ist dementsprechend nicht nur eine höhere Übertragungsbandbreite, sondern auch eine Ablösung der verschiedenen Schnittstellen wie USB oder HDMI durch einen einheitlichen Konnektor. "Wir hoffen in Zukunft nur noch ein Kabel zu sehen", sagte Dadi Perlmutter von Intels Architecture Group bei der ersten Vorstellung von Light Peak auf der Intel Developer Conference 2009.

Laut Intel können diese Kabel bis zu 100 Meter lang sein. Solange Kupfer statt Glasfasern in den Kabeln verwendet wird, könnten diese auch zur Stromversorgung der Peripherie dienen. Die Light-Peak-Kabel seien zudem enorm robust. Intel-Mitarbeiter Jason Ziller: "Man kann einen Knoten reinmachen und sie funktionieren trotzdem."

Allgemein wird erwartet, dass Apple als erstes Unternehmen Rechner mit Light-Peak-Schnittstelle präsentieren wird. Gerüchten zufolge will Apple ebenfalls morgen überarbeitete MacBook-Pro-Modelle vorstellen - wahrscheinlich mit Light Peak an Bord.

Als Intel Light Peak das erste Mal 2009 auf der Developer Conference demonstriert hat, wurde dafür ein Mac-OSX-Rechner verwendet. Zu den Unterstützern von Light Peak gehören neben Apple aber auch Unternehmen wie Sony, Avid oder LaCie

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