Rundsteckverbinder

Leistungsübertragung mit M12-Steckverbindern

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Der neue Standard ist maßgeschneidert

Das Beispiel zeigt, wie wichtig das Zusammenspiel aus herstellergetriebener Innovation und übergreifender Normierung ist. Dieses Zusammenspiel bildet einen der Eckpfeiler der vierten industriellen Revolution, denn nur so können neue technische Lösungen und bestehende Industriestandards zusammenwachsen und damit die Basis für eine breite Marktakzeptanz schaffen. Letztlich profitieren Hersteller und Anwender gleichermaßen von der hohen Investitions- und Zukunftssicherheit standardisierter und trotzdem maßgeschneiderter Anschlusslösungen.

Dieser Gedanke setzt sich bis in das Gerätedesign fort. Die immer höher werdenden Packungsdichten auf den Leiterplatten elektronischer Geräte erfordern entsprechend kompakte und trotzdem leistungsfähige Schnittstellen zur Feldverkabelung. Auch hier bietet die einheitliche mechanische Plattform der kompakten M12-Steckverbinder eine effiziente Lösung.

Der Steckverbinderspezialist aus Blomberg hat bereits vor mehr als zehn Jahren die ersten zweiteiligen M12-Steckverbinder für die direkte Leiterplattenmontage entwickelt. Der zweiteilige Aufbau mit einem Kontaktträger-Element und einem separaten, metallischen Gehäuseteil erlaubt einerseits die einfache Integration in automatisierte Pick-and-place- und Lötprozesse.

Andererseits können Anwender mit dem modularen Baukasten alle Polbild-Varianten auf einem identischem Leiterplatten-, Frontplatten- und Gehäuseniveau realisieren. So entfällt der konstruktive und prozessuale Aufwand für die Mischbestückung unterschiedlicher Anschlusslösungen zur Signal-, Daten- und Leistungsübertragung. Das Gerätedesign wird einheitlicher und gleichzeitig flexibler.

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M12-Lösungen zur Leistungsübertragung

Das durchgängig normierte M12-Rundsteckverbinderprogramm von Phoenix Contact bietet Anwendern vielfältige Lösungen zur Leistungsübertragung. Für den Geräteanschluss stehen ein- und zweiteilige Ausführungen mit Litzen sowie Ausführungen für das Wellen- und Reflowlöten zur Verfügung. Bei der Feldverkabelung haben Anwender die Wahl aus vorkonfektionierten oder konfektionierbaren Ausführungen mit geradem oder gewinkeltem Kabelabgang. Das Programm eignet sich für AC-Anwendungen bis zu 630 V und 16 A AC sowie 63 V und 16 A DC. S-, T-, K-, L-, M- sowie Y-kodierte Ausführungen ermöglichen die bedienerunabhängige Verstecksicherheit.

Leistungssteckverbinder in der Baugröße M12 ergänzen das durchgängig genormte Steckverbindersystem optimal. Kodierungen für unterschiedliche Leistungsbereiche und Anwendungsgebiete ermöglichen leistungsfähige, flexible und kompakte Anschlusslösungen in der Automatisierungs-, Antriebs- oder Gebäudetechnik sowie in Infrastruktur- und in Outdoor-Anwendungen. Dank der etablierten Gewindegröße können Anwender auch künftig auf einfache Weise weitere Automatisierungskomponenten in ihre Verkabelungslösung einbinden und so ihre Produktion flexibel an neue Anforderungen anpassen.

* Jürgen Sahm arbeitet als Senior Specialist Circular Connectors bei Phoenix Contact Connector Technology GmbH in Herrenberg.

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