Angemerkt: Elektromobilität führt zur Mangelwirtschaft Kupfer: Macht das neue Jahr alles anders?

Von Dr. Eva Reuter 2 min Lesedauer

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Das Jahr 2023 war ein enttäuschendes Jahr für den weltweiten Kupfermarkt. Doch 2024 könnte die Wende bevorstehen. Zum einen gibt es zu wenig Kupfer am Markt. Zum anderen kommen neue Minen nicht so schnell und problemlos in Produktion wie erhofft. Marktbeobachter erwarten daher in diesem Jahr deutlich höhere Kupfer-Preise.

Das Rohstoff-Research-Haus Wood Mac­Kenzie spricht von einer Lücke von 6 Millionen Tonnen Kupfer in diesem Jahrzehnt. Das entspricht etwa einem Viertel des globalen Kupfermarkts oder etwa sechs Mal der Jahresproduktion der Escondida-Mine in Chile, der größten Kupfermine der Welt. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Das Rohstoff-Research-Haus Wood Mac­Kenzie spricht von einer Lücke von 6 Millionen Tonnen Kupfer in diesem Jahrzehnt. Das entspricht etwa einem Viertel des globalen Kupfermarkts oder etwa sechs Mal der Jahresproduktion der Escondida-Mine in Chile, der größten Kupfermine der Welt.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Im vergangenen Jahr hielten sowohl die Schwäche Chinas als auch die Sorgen vor einer US-Rezession die Preise in Schach. Aus diesem Grund mäanderte der Kupferpreis rund um die 8.000 US-Dollar-Marke. Erst zum Jahresende 2023 gab es eine kurze Erholung. Dieser erstmalige Anstieg könnte ein deutlich positiveres Jahr 2024 einleiten. Denn auch 2024 bleibt das Material am Kupfermarkt knapp. Recht überraschend traf viele Händler die Tatsache, dass offensichtlich schon im letzten Jahr ein Angebotsdefizit am Markt herrschte. Alle Prognosen waren noch von einem kleinen Überschuss ausgegangen. Nun aber scheint es loszugehen mit der Mangelzeit. Denn mit den wachsenden Verkäufen von Elektroautos steigt auch die Nachfrage rasant. Letztes Jahr fiel laut Analysen von Bloomberg die Marke von 14 Millionen weltweit verkauften Fahrzeugen. Die Nachfrage schwächelt also nicht.

In diesem Jahr könnte viel Druck vom Markt genommen werden. Zum einen glauben immer mehr Investoren an eine „weiche Landung“ der US-Wirtschaft ohne Rezession. Vor allem wird erwartet, dass die Fed die Zinsen ab dem Frühling/Frühsommer wieder senkt. Das ist schlecht für den Dollar, aber gut für Wirtschaft und Rohstoffpreise.

Auch in China bewegt sich viel. Die Kupferimporte waren im Land der Mitte im vergangenen Jahr überraschend hoch, obwohl die Bauwirtschaft dort mit vielen Problemen kämpfte. Die Nachfrage kam in erster Linie von den Schmelzen, deren Kapazität gestiegen ist.

Nicht zuletzt lohnt sich auch der Blick nach Panama. In dem mittelamerikanischen Land hat die Cobre Panama-Mine von First Quantum Minerals auf Geheiß der Regierung den Betrieb eingestellt. Dort wurde etwa ein Prozent des weltweiten Kupfers abgebaut.

Dr. Eva Reuter, Geschäftsführerin Dr. Reuter Investor Relations: „Unternehmen mit großen Kupfer-Vorkommen sollten in diesem Jahr von der großen Nachfrage profitieren.“ (Bild:  Eva Reuter)
Dr. Eva Reuter, Geschäftsführerin Dr. Reuter Investor Relations: „Unternehmen mit großen Kupfer-Vorkommen sollten in diesem Jahr von der großen Nachfrage profitieren.“
(Bild: Eva Reuter)

Diese Faktoren treffen auf eine langfristig deutlich steigende Nachfrage. Das Rohstoff-Research-Haus Wood Mac­Kenzie spricht von einer Lücke von 6 Millionen Tonnen Kupfer in diesem Jahrzehnt. Das entspricht etwa einem Viertel des globalen Kupfermarkts oder etwa sechs Mal der Jahresproduktion der Escondida-Mine in Chile, der größten Kupfermine der Welt.

Alles deutet auf eine Verknappung des Kupfers hin. Dementsprechend sollten Unternehmen mit großen Vorkommen im aktuellen Jahr von diesen Entwicklungen auf dem Weltmarkt profitieren. Einer dieser Profiteure könnte Southern Hemisphere Mining sein. Das australische Unternehmen entwickelt das Gold-Kupfer-Projekt Llahiun im Norden Chiles. In Sachen Kupfer ist man weit gekommen, weshalb das Management auch in Llahiun die nächste große und langlebige Kupfermine Chiles sieht. Seit Herbst 2023 wird weiter exploriert. Das Ziel ist es, die Ressource so sehr zu erweitern, dass hier über mehr als zwei oder gar drei Jahrzehnte ein Abbau möglich ist.

Eine Vormachbarkeitsstudie soll Investoren das wirtschaftliche Potenzial einer Mine auf Llahuin demonstrieren. Dabei profitiert man von der guten Ausgangslage in Chile. Das Land ist der größte Kupferproduzent der Welt, der dortige Rechtsstaat funktioniert und die Andenrepublik bietet eine gute Infrastruktur. Nicht zuletzt entsteht nur acht Kilometer entfernt von Llahuin auf El Espino die nächste Kupfermine des Landes. Der Börsenwert von Llahuin könnte ein Vielfaches der aktuellen rund 15 Millionen Euro erreichen. (kr)

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