RUCH NOVAPLAST Kunststoffwerk des badischen Traditionsunternehmens wird 50 Jahre
Das Kunststoffwerk RUCH NOVAPLAST GmbH + Co. KG in Oberkirch wird 50. Mit knapp 200 Mitarbeitern ist die RUCH Unternehmensgruppe mit drei Standorten und einem Jahresumsatz von über 20 Mio. € einer der großen europäischen Spezialisten für die Fertigung von Formteilen aus so genannten „Partikelschäumen“.
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Das badische Traditionsunternehmen RUCH NOVAPLAST blickt auf eine über 130 jährige wechselvolle Geschichte zurück. Vor 50 Jahren, man beschäftigte sich damals noch mit der Produktion von Drahtprodukten, begann der Wandel zum Kunststoffhersteller. Der damalige Geschäftsführer Heinrich Ruch experimentierte mit expandiertem Polystyrol (EPS) und erkannte das enorme Potenzial dieses industriell bislang noch nicht eingesetzten Materials. Schon bald gehörte sein Unternehmen zu den ersten Lizenzverarbeitern des federleichten Kunststoffschaums, der unter dem Markennamen „Styropor“ bekannt wurde.
Heute ist die RUCH Unternehmensgruppe mit knapp 200 Mitarbeitern an drei Standorten und einem Jahresumsatz von über 20 Mio. Euro einer der großen europäischen Spezialisten für die Fertigung von Formteilen aus so genannten „Partikelschäumen“. Bis zu 100.000 Formteile verlassen täglich die Werke in Oberkirch und im tschechischen Odry.
Unternehmerischer Mut und Weitsicht
Der Wechsel zu einem völlig andersartigen Produkt verlangte unternehmerischen Mut und Weitsicht. Maschinen zur Herstellung von Teilen aus EPS gab es noch nicht, so begann eine Phase zahlloser Experimente mit dem Ziel einer rationellen Serienfertigung mit reproduzierbarer Qualität. Als Partner der Rohstofflieferanten und des Maschinenbaus leistete RUCH NOVAPLAST (damaliger Name: Gebrüder Ruch Kunststoffwerk) in jenen Tagen verfahrenstechnische Pionierarbeit.
1988, inzwischen wurde das Unternehmen von Heinrich Ruchs Tochter Andrea Ruch-Erdle und ihrem Ehemann Volker Erdle geführt, erweiterte RUCH NOVAPLAST die Anwendungsmöglichkeiten mit einem neuen Material, dem expandierten Plypropylen (EPP).
Wandel vom Formteilefertiger zum Entwicklungspartner und Systemlieferant
Konsequent wandelte sich das Unternehmen vom reinen Formteilefertiger zum Entwicklungspartner der Industrie. Ein eigener Stab von 15 Spezialisten (Verfahrenstechnik) entwickelt auf modernen CAD-Anlagen zukunftsweisende Lösungen für Verpackungen, Ladungsträger, „NOVAplex“ Geräte-Chassis, Automobilteile, Schutzpolster, Robottrays, Isolationen und Formteile für Hobby und Freizeit. Als Systemlieferant übernimmt RUCH NOVAPLAST die komplette Verantwortung für die Produkte beginnend bei der Entwicklung, Beschaffung, Produktion, Montage, Lagerung, bis zur Logistik.
Roland Zeifang, heute gemeinsam mit Andrea Ruch-Erdle und Winfried Mantwill Geschäftsführer des expandierenden Unternehmens: „Maschinen und Anlagen kann man an fast jedem Ort der Welt betreiben. Was uns auszeichnet, sind Schwarzwälder Erfindergeist, solides Know-how und die ständige Bereitschaft zum Wandel. So werden wir auch in Zukunft an der Spitze bleiben!“
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