Junction Box für Fotovoltaik-Module

Kriterien für eine Junction Box zur automatisierten Weiterverarbeitung

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Junction Box mit vorkonfektionierten Kabeln und Steckverbindern

Der größte Teil der Modulhersteller benötigt eine Junction Box mit vorkonfektionierten Kabeln und Steckverbindern. Die Junction Box von Phoenix Contact deckt Kabelaußendurchmesser von 5,4 bis 5,9 mm ab. Das entspricht einem Kabelquerschnitt von etwa 1,5 bis 2,5 mm2 - abhängig vom eingesetzten Kabeltyp. Damit die angeschlossenen Kabel beim Aufsetzvorgang der Junction Box sicher verstaut sind, befinden sich seitlich an der Anschlussdose angespritzte Kabelhalterungen. Der Transport der Junction Box sowie des gesamten Moduls im Automatisierungsprozess wird auf diese Weise vereinfacht. Die feste Positionierung der Kabel und Stecker mittels Kabelhalterungen ist außerdem vorteilhaft, um die Kontakte für den letzten Prüftest, das „Flashen“, abzugreifen.

Unterschiedliche Varianten nach Kundenanforderung

Die spezifischen Anforderungen der Modulhersteller an eine Junction Box sind von Modul zu Modul unterschiedlich. Sie richten sich nach:

  • Eigenschaften der Kontaktbänder wie Abmessungen und Lotauflagen
  • Platzierung der Ribbon-Ausbrüche im Modul
  • Anordnung und Lageposition der Kontaktbänder innerhalb des Moduls

Phoenix Contact bietet die Junction Box in unterschiedlichen Varianten, die sich hinsichtlich Kontaktanzahl, Ribbon-Breite und Abstandsgeometrie unterscheiden. So ist zum Beispiel auch eine einpolig ausgelegte Variante jederzeit umsetzbar. Für die Module, bei denen die „Umleitung“ des Stromflusses im Schadensfall über zusätzlich verlegte Kontaktbänder – so genannte Busbars - erfolgt, ist die Integration einer Diode in der Junction Box nicht erforderlich.

Der Modulhersteller, der über die Komponente Junction Box Einsparungen im Fertigungsprozess erzielen möchte, kann mit der Junction Box von Phoenix Contact in Verbindung mit dem automatisierten Prozess Kosten einsparen. Die Steigerung der Produktivität durch die schnelle und unkomplizierte Verarbeitung der Anschlussdose bringt den Modulhersteller einen großen Schritt weiter auf dem Weg zur Netzparität.

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*Dipl.-Ing. Anke Steinkemper ist Produktmanagerin, Leiterplattenanschluss Combicon power, bei Phoenix Contact.

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