Batteriematerialien von Vulcan Komplett aus Europa: Lithiumhydroxidmonohydrat in Batteriequalität

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Vulcan Energy hat das erste Lithiumhydroxidmonohydrat in Batteriequalität aus der Anlage in Frankfurt-Höchst gewonnen. Dabei handelt es sich eigenen Angaben zufolge um das erste LHM, das vollständig in Europa produziert wurde.

Die Optimierungsanlage von Vulcan Energy in Frankfurt-Höchst hat das erste batterietaugliche Lithiumhydroxid aus europäischer Herstellung gewonnen.(Bild:  Vulcan Energy)
Die Optimierungsanlage von Vulcan Energy in Frankfurt-Höchst hat das erste batterietaugliche Lithiumhydroxid aus europäischer Herstellung gewonnen.
(Bild: Vulcan Energy)

Lithium gilt sprichwörtlich als eine Art weißes Gold, weil als Lithiumhydroxidmonohydrat (LiOH·H₂O oder auch LHM) nicht nur in vielen Bereichen Anwendung findet, sondern vor allem für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien benötigt wird – und damit auf die Beschleunigung der Mobilitätswende hin zu umweltfreundlicheren Fortbewegungsmitteln einzahlt. Abgesehen davon spielt LHM ebenfalls als Schmiermittel, in der CO₂-Absorption und in der Herstellung von hitzebeständigen Materialien eine Rolle.

Lithium wird vornehmlich in China, Südamerika und Australien gewonnen. Um die Lieferketten unabhängiger zu machen und die Ressourcenabhängigkeit von anderen Ländern zu verringern, gibt es in Europa und Deutschland einige Bestrebungen, LHM lokal zu raffinieren oder sogar die komplette Lieferkette auf europäischem Grund einzurichten. Gelungen ist letzteres jetzt dem Unternehmen Vulcan Energy, das eigenen Angaben vom 13. Januar 2025 zufolge das erste Lithiumhydroxidmonohydrat in Batteriequalität produziert hat, das komplett in Europa gewonnen und verarbeitet worden ist.

Batterietaugliches LHM aus Europa

Während andere Unternehmen wie AMG Lithium in der Veredelungsanlage in Bitterfeld-Wolfen zwar LHM in Batteriequalität herstellen, kommt das Lithiumhydroxid in technischer Qualität aus Brasilien. Bei Vulcan wird das Vorprodukt des Lithiumhydroxids durch die direkte Lithiumextraktion aus dem Thermalwasser des Oberrheingrabens in Landau in Rheinland-Pfalz gewonnen und dann im hessischen Frankfurt a. M. zum LHM weiterverarbeitet. „Der gesamte Herstellungsprozess erfolgt ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe und weist damit den weltweit niedrigsten CO₂-Fußabdruck auf. Das ermöglicht sowohl eine der nachhaltigsten als auch eine der kosteneffizientesten Lithium-Lieferketten der Welt“, so die Verantwortlichen von Vulcan.

Das gewonnene Lithiumhydroxid wird in bereits laufenden Qualifizierungsprozessen bei Stellantis, Renault, LG und Umicore genutzt. Der Ausbau der aktuellen Projektstufe von Vulcan soll künftig die Produktion von 24.000 Tonnen LHM pro Jahr ermöglichen; dafür wird in Frankfurt-Höchst neben der bereits bestehenden Veredelungsanlage eine kommerzielle Produktionsanlage errichtet. (sb)

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