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COMPASS schließt den Regelkreis in der Fertigung
Die Testsysteme werden sämtlich in Italien gebaut. In Fernwald werden die Systeme kundenspezifisch konfiguriert, Prüfprogramme erstellt und auch Kunden geschult. Weitere deutsche Niederlassungen befinden sich in Berlin, in München und in Paderborn. Während in Paderborn der technische Support im Vordergrund steht, ist München ein reines Vertriebsbüro.
Auch in der Hauptstadt Berlin befindet sich eine Vertriebsniederlassung, allerdings entwickelt SPEA dort auch das Softwarepaket COMPASS. Dabei handelt es sich nicht um die Steuersoftware für die Prüfsysteme, sondern um ein eigenständiges Programm für die Reparaturunterstützung, das Qualitätsdatenmanagement und die Prozessoptimierung.
„Es genügt nämlich oft nicht mehr, dass ein Tester die Fehler lokalisiert“, erläutert Geschäftsführer Winkler. „Man muss weiter denken und sagen: Die Fehler gilt es zukünftig zu vermeiden, um einen geschlossenen Regelkreis zu erhalten.“ Die COMPASS-Software kann nicht nur zusammen mit Testsystemen von SPEA eingesetzt werden, sondern auch von Testsystemen von Drittherstellern. Zudem können optische Inspektionssysteme und sogar manuelle Prüfplätze in den Qualitätsprozess eingebunden werden. Fertigungsleiter können somit auf die Daten der gesamten Prüfstationen zurückgreifen und erhalten Anhaltspunkte für die weitere Verbesserung des Produktionsprozesses.
Wie will sich SPEA in Zukunft weiter verbessern? Das Unternehmen hat in seiner Geschichte 3200 Prüfsysteme verkauft. Dennoch bleibt Raum für weitere Visionen - zum Beispiel soll das Testen in Zukunft noch schneller gehen, als es bisher der Fall ist. Hier gibt es einige Stellschrauben: Zum Beispiel die Generierung und das Debugging der Prüfprogramme. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, mehrere Baugruppen parallel zu testen und so Zeit zu sparen.
Die Philosophie der engen Partnerschaft mit den Kundenbetrieben führt bei SPEA dazu, dass Neuentwicklungen immer zusammen mit den Kunden realisiert werden: „Wenn ein Anwender mit einer neuen Aufgabenstellung an uns herantritt, sprechen wir erst einmal mit unseren Applikationsingenieuren hier in Deutschland und dann mit unserem Stammhaus in Italien. Wenn das dann machbar ist, folgt die Kostenabschätzung. Und dann haben wir sofort für die erste Umsetzung einen Anwender in der Praxis, der gleich wertvolles Feedback gibt. Unsere Philosophie ist nicht zu sagen: jetzt setzen wir uns in ein stilles Kämmerlein, machen Entwicklung, drucken dann Prospekte und versuchen das, was wir entwickelt haben, an den Markt zu bringen. Weil wir immer eng mit den Anwendern zusammenarbeiten, haben wir immer Lösungen, die man auf einer breiten Basis anbieten kann.“
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