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Das Modell Arcus T303A-S (Bild 5) wartet mit einer Vielzahl von Vorteilen auf. Etwa ist es möglich, in einem Frequenzbereich bis >300 kHz zu messen, standardtypisch lässt sich der Bereich sogar auf über 400 kHz erweitern. Die Erholungszeit nach einer Übersteuerung ist kleiner als 2 µs; den Signalanstieg bewältigt das System in weniger als 1 µs. Bei dieser Geschwindigkeit noch eine Präzision von 0,1% zu erreichen ist beachtlich. Diese Werte sind jedoch nötig, um ein exaktes Ergebnis nach der Übersteuerung anzeigen zu können.
Wie eingangs erwähnt schützt ein Isoliermessverstärker im Vergleich zum üblichen Messverstärker Mensch und Messeinrichtung. Er überbrückt hohe Gleichtaktspannungen mit extremer Gleitaktunterdrückung, im Interesse präzise Messsignale. Versorgt wird das Gerät über einen herkömmlichen Netzstecker am üblichen 230-V-Netz. Die Bedienung erfolgt entweder manuell über eine LCD-Zustandsanzeige und Pfeiltipptasten oder per Remote-Ansteuerung mit einem PC.
Nach dem Einschalten folgt ein automatischer Selbsttest. Die LED in der CAL-Taste leuchtet dabei rot. Nach diesem Test werden die im internen EEPROM zuletzt gespeicherten Werte geladen, sodass ohne ein erneutes Setup die letzthin genutzte Konfiguration zur Messung verwenden werden kann. Ein automatischer Nullpunktabgleich ist jederzeit durch Drücken der CAL-Taste möglich. Dabei blinkt die LED grün. Der Verstärker stellt sich danach wieder auf die zuletzt abgespeicherte Konfiguration ein.
Das Display ist in zwei Zeilen gegliedert. In der oberen Zeile <RANGE> werden der eingestellte Messbereich (50 mV bis 3 kV) in 18 Schritten und die Grenzfrequenz (3 db) in den Schritten 5Hz, 3 kHz, 100 Hz/off angezeigt. Die untere Zeile < OUT > zeigt den Messwert an. Wählbar mit den Tipptasten ↓/ ↑ sind: AVG (Average= Mittelwert) / (Peak=Null-Spitze)/ PP (Peak-Peak= Spitze-Spitze) / sowie Min und Max. Die zu ändernde Konfiguration (Messbereich, Filter oder Messwert) wird mit der Auswahltaste und dann mit den Pfeiltasten ausgewählt. Die nun neu eingestellte Konfiguration wird etwa 20 s nach der letzten Änderung im nicht flüchtigen EEPROM gespeichert.
Elektromagnetische Verträglichkeit
Wie sich Störungen durch Schaltnetzteile vermeiden lassen
Jedes Gerät hat eine eigene Adresse
Remote kann das Gerät T303 per PC über die RS232- bzw. USB-Schnittstelle ferngesteuert werden. Mit einem Schnittstellen-Multiplexer ARCUS 937 lassen sich sieben Messverstärker über die Schnittstelle RS232 konfigurieren und steuern; mit zwei Multiplexern sind 13 Systeme T303A durch Kaskadierung bedienbar.
Damit über die Schnittstelle angeschlossene T303A-Systeme getrennt ansprechbar sind, hat jeder Isoliermessverstärker eine eigene Adresse. Die gewünschte Adresse wird wie folgt eingestellt. Mit langer Betätigung der Auswahltaste wechselt der Anzeigemodus in den Adressmodus. Mit den Pfeiltasten erfolgt die kann Adressauswahl, die das EEPROM speichert. Nach nochmaliger Betätigung der Auswahltaste befindet sich das Gerät wieder im Anzeigenmodus.
Zur Bedienung des T303A per PC ist die Hyperterminal-Software notwendig. Die Befehlssyntax umfasst sechs Befehle, die Remote eingegeben werden können : Uu (um die Isoliermessverstärker einzeln oder gemeinsam anzusprechen), C (Start der internen Kalibrierung), Rr (Einstellung des Messbereiches), Ff (Auswahl des Filters), Mm (Einstellung der Messanzeige), D (Auslesung der Anzeige und Übertragung an den PC).
Für Statusrückmeldungen hat der Isoliermessverstärker T303A vier Rückmeldestati: S0 (Normalbetrieb ohne Fehler), S3 (Kalibrierung fehlerhaft), S4 (Messbereichsüberlauf/Übersteuerung), S9 (Syntaxfehler oder fehlerhafter Befehl).
Mittels dreier Tiefpassfilter lässt sich der Frequenzbereich des Arcus T303A-S einschränken, sodass sich der Isoliermessverstärker auch für die Messung niedrigerer Frequenzen einsetzen lässt und mit dem sich nicht interessierende Frequenzen ausblenden lassen.
* Florian Rothe und Helmut Rohrer arbeiten bei Rohrer Mess- & Systemtechnik in München.
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