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IoT im Stall und auf dem Acker

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Digitalisierung als Chance für die Landwirtschaft

Insgesamt zwei Drittel der Befragten sehen die Digitalisierung der Branche als Chance, nur 13% als Risiko. Gefragt nach den drei wichtigsten Vorteilen von Landwirtschaft 4.0 nennen rund vier von zehn Befragten (39%) die körperliche Entlastung, die die Digitalisierung mit sich bringt.

37% sehen die höhere Produktionseffizienz als wichtigsten Vorteil. Beinahe ebenso viele (36%) nennen die Zeitersparnis und die geringere Umweltbelastung (31%). „Die Digitalisierung in der Landwirtschaft trägt dazu bei, den landwirtschaftlichen Betrieb effizienter zu führen.

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Der Landwirt wird zudem in die Lage versetzt, die betrieblichen Abläufe ganzheitlicher zu betrachten. Dies verbessert die Ökobilanz im Ackerbau und die Haltungsbedingungen bei den Nutztieren“, sagt Krüsken. Dies sei für kleine wie größere Betriebe von hohem Nutzen.

Trends: Feldroboter, Drohne und fahrerloser Traktor

Befragt nach Zukunftsszenarien für das Jahr 2030 sehen 43% der Befragten den Einsatz autonomer Feldroboter als sehr weit verbreitet oder eher verbreitet an. Auf noch höhere Werte kommt der Einsatz von Drohnen (45%) und fahrerlosen Traktoren (49%).

Die Mehrheit der Landwirtschaftsexperten denkt außerdem, dass die Digitalisierung den Verbraucher näher an den Hof bringt: 49% meinen, dass es in knapp 15 Jahren ein verbreitetes Szenario sein wird, dass die Verbraucher per Webcam in den Stall schauen können.

Auch Produktempfehlungen für den Kunden (53%) oder Verbraucher-Feedback an den Erzeuger (58%) halten viele im Jahr 2030 für realistisch. 86% der Befragten meinen außerdem, dass der Konsument in Zukunft auf digitalem Weg sein Produkt zurückverfolgen wird. „Landwirte müssen ihre Arbeit schon heute umfangreich dokumentieren.

Die Digitalisierung hilft dabei, den zunehmenden Anforderungen nach Transparenz nachzukommen. So können die Verbraucher und Kunden genau verfolgen, wo ihre Kartoffeln herkommen, aus welchem Saatgut und mit welcher Pflanzenpflege sie entstanden sind“, so Rohleder.

Krüsken ergänzt: „Der Einsatz digitaler Technologien steigert die Akzeptanz moderner Landwirtschaft in der Öffentlichkeit und versachlicht die kritische öffentliche Diskussion darüber. Denn High-Tech ermöglicht, noch nachhaltiger zu arbeiten, weil dadurch das Tierwohl erhöht wird und die Felder pflanzen- und umweltgerechter bewirtschaftet werden.“

Datensicherheit und -hoheit bremst die Digitalisierung aus

So sinnvoll das aus Verbrauchersicht erscheint, so groß sind die diesbezüglichen Befürchtungen der Branche: Sorge um die Datensicherheit beziffern vier von zehn Befragten (42%) als Nachteil von Landwirtschaft 4.0 und als Hemmnis der digitalen Transformation der Branche. Mehr als die Hälfte (54%) befürchtet mehr staatliche Kontrollmöglichkeiten durch die Digitalisierung.

Knapp ein Drittel (30%) meint, dass die Sorge um den Verlust der Datenhoheit die Digitalisierung der Branche bremst. Gleichwohl ist die große Mehrheit (84%) unter bestimmten Voraussetzungen dazu bereit, digital erhobene Betriebsdaten zur Verfügung zu stellen, etwa wenn sich dafür der bürokratische Aufwand reduzieren würde (60%).

„Big Data eröffnet der Landwirtschaft riesiges Potenzial. So könnte etwa der Aufwand für die immense Nachweis- und Dokumentationspflicht erheblich reduziert werden. Kehrseite sind berechtigte Datenschutzsorgen. Digital erhobene Daten dürfen nicht von Dritten missbraucht werden, sondern müssen optimal geschützt sein“, so Rohleder.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom im November 2016 durchgeführt hat. Dabei wurden 521 Landwirte und Lohnunternehmer befragt.

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