UL Internationale Zertifizierungen für Automatisierungsprodukte im Rahmen des CB-Verfahrens
Das Prüf- und Zertifizierungsunternehmen UL zertifiziert mit dem CB-Verfahren, elektrotechnische Komponenten und Automatisierungsprodukte, das den internationalen Marktzugang erleichtert. Das CB-Scheme ist ein spezielles Verfahren, das die gegenseitige Anerkennung internationaler Prüfstellen sicherstellt und im europäischen, asiatischen sowie nord- und südamerikanischen Markt akzeptiert wird.
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Underwriters Laboratories bietet als erstes Prüf- und Zertifizierungsunternehmen internationale Zertifizierungen für elektrotechnische Komponenten und für Produkte der industriellen Automatisierungstechnik – unter Nutzung des CB-Verfahrens. Underwriters Laboratories Inc. ist eines der weltweit führenden Zertifizierungsunternehmen für Produktsicherheit mit Stammsitz in den USA, vertreten durch die deutsche Niederlassung in Neu-Isenburg.
Das CB-Verfahren ist ein internationales System zur Zertifizierung der Sicherheit von elektrischen und elektrotechnischen Produkten, das von der Internationalen Elektrotechnischen Kommission, IECEE, ins Leben gerufen wurde. Das CB-Verfahren dient der gegenseitigen Akzeptanz von Prüfungen in den Teilnehmerländern des multinationalen IEC-Abkommens.
Automatisierungprodukte für internationalen marktzugang zertifizieren
Bislang wurde das CB-Verfahren von Prüforganisationen meist nur zur internationalen Zertifizierung von Konsumgütern angewandt, z.B. als Grundlage für das GS-Prüfzeichen. Underwriters Laboratories nutzt das CB-Verfahren jetzt erstmals dazu, auch elektrotechnische Komponenten und Produkte der Automatisierungstechnik für einen internationalen Marktzugang zu zertifizieren.
Einen besonderen Auftrieb hat das CB-Verfahren dadurch erfahren, dass mit den entsprechenden Prüfungen der Zugang zum chinesischen CCC-Zeichen erleichtert wird. Um dieses erweiterte Zertifizierungsangebot anbieten zu können, ist UL eine Kooperation mit dem Institue for International Product Safety GmbH, I²PS, in Bonn eingegangen. I²PS agiert als CB-Testing Laboratory (CBTL) unter dem National Certification Body (NCB) von UL Dänemark.
Die Prüfmöglichkeiten der I²PS reichen von der Werkstoffpprüfung, der Simulation von Umweltbeanspruchungen wie Klima-, Schwing-/Schock-, Schutzart- und EMV-Prüfungen bis hin zu Kurzschluss- und Störlichtbogenprüfungen mit Strömen bis zu 300.000 A. Darüber hinaus stehen bei I²PS moderne Analysewerkzeuge wie beispielsweise High-Speed-Video, Laservibrometer oder Röntgenprüfsysteme für weitergehende Untersuchungen zur Verfügung.
CB-Zertifikate werden in nahezu allen Ländern akzeptiert
CB-Zertifikate werden in nahezu allen Ländern akzeptiert, auch in solchen, die keine Teilnehmerländer des Abkommens sind. Einen besonderen Auftrieb hat das CB-Verfahren dadurch erfahren, dass mit den entsprechenden Prüfungen der Zugang zum chinesischen CCC-Zeichen erleichtert wird. Darüber hinaus vergibt UL Prüfzeichen wie beispielsweise das D-Zeichen im Rahmen des Nordic Certification Schemes, das GOST-R-Zeichen für Russland, das Inmetro-Zeichen für Brasilien sowie das S-Mark für Argentinien.
UL bietet derzeit den CB-Report inklusive des D-Zeichens an. Vorteil: Die Hersteller können mit dem D-Zeichen nicht nur die Sicherheit ihrer Produkte in Europa belegen, sondern basierend auf dem CB-Report noch weitere lokale Prüfzeichen erlangen, um ihr Geschäft in anderen Regionen zu erweitern. Dabei bietet es sich dann natürlich an, das UL-Prüfzeichen für Nordamerika mit abzudecken.
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