Halbleiterfertigung Intels früherer Chefentwickler: Moore's Law wird in 10 Jahren tot sein

Redakteur: Holger Heller

Moore's Law besagt, dass sich alle zwei Jahre die Anzahl der Transistoren auf einem Chip verdoppeln wird. Diese Regel soll laut Robert Colwell, dem ehemaligen Chefentwickler bei Intel, bald nicht mehr gültig sein.

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Bild 1: Intels CPU-Trends im Laufe der Zeit (Transistoren, Taktfrequenz, Leistungsaufnahme und Performance/Taktfrequenz)
Bild 1: Intels CPU-Trends im Laufe der Zeit (Transistoren, Taktfrequenz, Leistungsaufnahme und Performance/Taktfrequenz)
(Intel, Wikipedia, K. Oluko)

Das Ende von Moore's Law wurde schon oft vorausgesagt. Aber noch nie hatte sich jemand mit solcher Überzeugung auf dieses Thema fixiert: Robert Colwell ließ in seiner Keynote auf der Hot Chips Conference keine Zweifel, dass Moore's Law bis zum Jahr 2022 nicht mehr gelten werde.

Colwell war von 1990 bis 2000 Senior Designer und Projektleiter bei Intel und maßgeblich an der Entwicklung der Pentium-Pro-, PentiumII-, P3- und P4-Prozessoren beteiligt, bevor er das Unternehmen verließ. Die Pentium-Pro-Architektur (P6) ist die bisher erfolgreichste Mikroprozessor-Architektur. Deren Designprinzipien wirken noch bis heute in den neuesten Haswell-CPUs nach.

Colwell leitet heute das US Technology Office DARPA Microsystems. Auf der Hot-Chips-Konferenz sprach er das aus, was Entwickler schon längst wissen, die Marketing-Abteilungen aber immer noch zu gerne ausreizen: Moore’s Law neigt sich seinem Ende. Laut Colwell wird die Regel, die eine Verdoppelung der Transistorzahl alle 18-24 Monate vorsieht, spätestens 2020 oder 2022 mit der 7- oder 5-nm-Technologie ausgereizt sein. (Quelle: eetimes.com)

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