Anbieter zum Thema
Integrierter Meldekontakt
Der bei elektronischen Schutzschaltern sonst übliche Meldekontakt ist bei den neuen Geräten ebenfalls integriert. Über ihn lassen sich als Summenmeldung ausgelöste Stromkreise signalisieren.
Innovative Schaltungstechnik toleriert hohe Einschaltströme
In der Praxis besteht bei elektronisch arbeitenden Schutzschaltern die Herausforderung, sowohl bei einem Kurzschluss möglichst schnell den fehlerhaften Strompfad zu trennen als auch Verbraucher mit hohen Anlaufströmen zuverlässig einschalten zu können. Für die Elektronik in einem Schutzschalter ist in den ersten Millisekunden ein hoher Einschaltstrom – bedingt durch Kondensatoren in vielen Verbrauchern – nahezu identisch zu einem Kurzschlussstrom. Da auch die Elektronik in einem Schutzschalter selbst gegen Überlastung durch hohe und länger anhaltende Ströme geschützt werden muss, leidet oftmals das Einschaltvermögen für kapazitive Verbraucher. So haben im Praxistest einige elektronische Lösungen im Vergleich zu herkömmlichen Leitungsschutzschaltern mit thermischer und magnetischer Auslösekennlinie ihre Schwierigkeiten. Für diese Problematik bieten die neuen Block-Schutzschalter eine wesentlich verbesserte Performance.
Unterscheiden von anhaltenden Kurzschluss-Strömen und zu tolerierenden Einschaltstromspitzen
Dank einer innovativen Schaltungstechnik und ausgeklügelten Software-Algorithmen ist es möglich, präzise zwischen anhaltenden Kurzschluss-Strömen und zu tolerierenden Einschaltstromspitzen zu unterscheiden. Pro Ausgang können je nach Leitungsimpedanz bis zu 500.000 µF an Kapazität zusätzlich zur Grundlast eingeschaltet werden, unabhängig vom eingestellten Auslösestrom. Selbst unter schwierigen Einschaltbedingungen (kurze Leitungen bei maximalem Leitungsquerschnitt) lassen sich mehr als 50.000 µF an Kapazität je Ausgang zuverlässig zuschalten. Das ist bis zum Fünffachen, was vergleichbare Geräte am Markt leisten können.
Mehr Platz im Schaltschrank
Die bis zu acht integrierten Ausgangskanäle werden nicht nur zeitversetzt, sondern auch lastabhängig zugeschaltet. Sobald der eingestellte Auslösestrom eines Ausgangskanals unterschritten ist, wird der nächste zeitoptimiert zugeschaltet. Der Einschaltstrom der gesamten Anlage wird nivelliert, das Netzteil muss nicht überdimensioniert werden.
Einfache und intuitive Bedienung
Die Anordnung der Anschluss- und Bedienelemente ist übersichtlich, die Bedienung einfach und intuitiv. So ist jedem Ausgang je ein Taster mit mehrfarbiger LED zugeordnet. Beliebige Ausgangskanäle lassen sich auch manuell ein- und ausschalten, was die Inbetriebnahme oder gezielte Fehlersuche im Servicefall erleichtert. Der Auslösestrom lässt sich für jeden Ausgangskanal mit einem von vorn bedienbaren Stromwahlschalter von 2 bis 10 A stufig einstellen. Die eingestellten Stromstärken können durch eine blombierbare Abdeckung gegen unautorisiertes Verändern geschützt werden. Der weite Einstellbereich ermöglicht eine deutliche Reduktion der Typenvielfalt. So deckt nur ein Gerät den Stromkreisbedarf für viele unterschiedliche Applikationen ab.
Erhebliche Platzersparnis auf der Normschiene
Die kompakte Bauweise von nur 5,25 mm pro Ausgang beim 8-kanaligen Modul ermöglicht eine erhebliche Platzersparnis auf der Normschiene, die somit für Erweiterungen der Anlage verwendet werden kann oder sogar den Einsatz kleinerer Schaltschränke ermöglicht.
Robust und Fit für ein großes Einsatzspektrum
Die Schutzschalter sind mit moderner Push-In-Anschlusstechnik ausgestattet, die eine leichte und schnelle Installation ermöglicht. Starre oder auch flexible Leiter mit Aderendhülse können direkt und ohne zusätzliches Werkzeug in die Klemmstellen gesteckt werden. Die Federtechnologie bietet darüber hinaus bei vibrationsintensiven Anwendungen Vorteile. Die hohe Vibrationsfestigkeit trägt dazu bei, dass beide Schutzschalter die Zulassung nach Germanischen Lloyd erhalten. Zusätzlich werden die Geräte nach der UL 508 sowie nach der international anerkannten Zulassung UL 2367 als „Solid State Overcurrent Protector“ zertifiziert, so dass die Sicherheit in Maschinen und Anlagen weltweit gewährleistet werden kann.
Kostengünstiger selektiver Überstromschutz für 24-VDC-Verbraucher
Die neuen elektronischen Schutzschalter der Reihen „Power Mini“ und „Power Compact“ von Block zeigen, wie sich kostengünstig ein selektiver Überstromschutz für 24-VDC-Verbraucher in den gesamten Steuerungs- und Überwachungsprozess integrieren lässt. Die kompakten Geräte erlauben zudem das Zuschalten von großen kapazitiven Lasten und leisten einen wertvollen Beitrag für mehr Energieeffizienz und höhere Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen.
* Dipl.-Ing. (FH) Veit Brämer ist Leiter Produktmanagement Elektronik bei der Block Transformatoren-Elektronik GmbH in Verden.
Artikelfiles und Artikellinks
(ID:30590530)