Anbieter zum Thema
PPC3 vereinfacht auch das Abstimmen. Die Werkzeuge des Pakets führen die Low-End-Impedanzmessungen automatisch mit den Hochfrequenz-Mikrofonmessungen zusammen, was eine saubere, den gesamten Frequenzbereich abdeckende, Schalldruckmessung als Ausgangsbasis für den Abstimmprozess ergibt. Der Bass am unteren Ende des Frequenzspektrums lässt sich zügig so abstimmen, dass die Bässe verstärkt werden. Hierzu stehen verschiedene Anpassungsfilter zur Wahl, und das automatische Generieren der benötigten Kompensationsfilter wird der Software überlassen.
Der „Smart Amp“ passt dieses Filter automatisch an, um eine maximale Basswiedergabe zu erzielen, ohne die Auslenkungsgrenzen zu überschreiten. Anschließend kann mit „SmartEQ“ einfach die Klangdefinition der Lautsprecher eingestellt werden. Der Anwender gibt hierzu die gewünschte EQ-Kurve an und PPC3 berechnet daraufhin die erforderliche Schaltung, um die gemessene Schalldruckkurve des Lautsprechers an die angestrebte EQ-Kurve anzupassen. Da das Tool hierbei die gesamte Rechenarbeit übernimmt, kann ein Akustikingenieur rasch die gewünschten Ergebnisse erzielen ohne eingeschränkt zu werden.
Alles sinnvoll miteinander kombiniert
Sind die Lautsprecher-Charakterisierung und das Feintuning abgeschlossen, muss sichergestellt werden, dass die getroffene Auswahl über ein breiteres Spektrum von Lautsprechern sicher und zuverlässig arbeitet. Diese Zuverlässigkeitsprüfung ist ein wichtiger Schritt, bevor man mit einem Produkt in die Produktion geht.
Unabhängig vom Lautsprecherhersteller kommt es unweigerlich zu Variationen von einem Lautsprecher zum anderen. Auch wenn die gefundene Abstimmung gut klingt und der sichere Arbeitsbereich anscheinend eingehalten wird, sind andere Lautsprecher möglicherweise nicht so robust wie das Exemplar, mit dem man in den vorangegangenen Schritten gearbeitet hat. Empfehlenswert ist es deshalb, mit einer größeren Gruppe von Lautsprechern eine Lebensdauerprüfung durchzuführen. Mindestens 20 Lautsprecher sollten dabei über einen längeren Zeitraum und bei extremen Temperaturen getestet werden, um die erwarteten Nutzungs-Szenarien bei den finalen Anwendern zu simulieren. Auf der Grundlage dieser Tests lassen sich die finalen Parameter des sicheren Arbeitsbereichs noch einmal feinabstimmen.
Wenn man den intelligenten Verstärker TAS2555 einsetzt, ist es nicht notwendig, das Sequencing und die Einstellungen für den „Smart Amp“ im Host vorzunehmen, denn der Baustein verfügt über einen integrierten DSP. Diese Lösung verkürzt die Softwareentwicklungszeit erheblich, und vor allem ist keine erneute Integration notwendig, wenn auf einen anderen Applikations-Prozessor umgestiegen wird.
Bei der Aufnahme der Serienproduktion lässt sich ein schnelles und robustes Prüfprogramm implementieren. So ist sichergestellt, dass das Produkt den Parametern entspricht, die während der Entwicklung festgelegt wurden, um die bestmögliche Klangwiedergabe zu erzielen. Diese Software für die Produktion kann beim Sichten der Lautsprecher helfen und damit gewährleisten, dass die vorgegebenen Grenzwerte eingehalten werden und bei der Montage nicht beschädigt wurden. Außerdem lassen sich Impedanzunterschiede von einem Lautsprecher zum anderen messen und abspeichern. Dieser Schritt stellt sicher, dass die kompletten thermischen Reserven jedes Lautsprechers vollständig ausgeschöpft werden.
Fazit
Intelligente Verstärker ergeben verglichen mit herkömmlichen Klasse-D-Verstärkern eine deutlich aufgewertete Audio-Lösung. Erreicht wird dies durch das genaue Ausloten des Systems und das vollständige, dabei aber kontrollierte und sichere Ausreizen des Lautsprechers. Es lohnt sich, sich genauer über intelligente Verstärker zu informieren und zu erfahren, wie diese Bauelemente eine verbesserte Audioqualität bieten können. Das umfassende „Smart-Amp“-Portfolio enthält alle Hardware-Komponenten und Softwaretools, mit denen Neulinge ebenso wie erfahrene Audio-Ingenieure zügig Produkte mit angemessener Klanggüte entwickeln können.
* Russel Crane arbeitet als Marketing Manager im Bereich Low Power Audio and Actuators bei Texas Instruments in Dallas / USA.
* Matthew Kucic ist als Systems Engineer in der Audio Group von Texas Instruments in Dallas / USA tätig.
(ID:44043003)