Chipfertigung Intel kauft sich für 3,3 Milliarden Euro bei ASML ein

Redakteur: Peter Koller

Für 1,7 Milliarden Euro sichert sich Prozessor-Weltmarktführer Intel zehn Prozent von ASML. Das niederländische Unternehmen baut Equipment zur Chipfertigung.

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Eine Demonstrationsanlage von ASML für EUV-Fertigung
Eine Demonstrationsanlage von ASML für EUV-Fertigung
(Foto: ASML)

Wie Intel mitteilte, soll der Anteil an ASML zu einem späteren Zeitpunkt auf 15 Prozent aufgestockt werden. Gleichzeitig unterstützt der Chip-Riese die Forschungsaktivitäten von ASML mit einer Summe von 553 Millionen Euro. Insgesamt hat der Deal einen Umfang von rund 3,3 Milliarden Euro

Intel will mit der Beteiligung die Entwicklung von Fertigungs-Equipment der nächsten Generation beschleunigen. ASML arbeitet intensiv an zwei Technologien, die dafür notwendig sind: Zum einen an der Herstellung und Verarbeitung von 450-Millimeter-Wafern, die die heute üblichen 300-Millimeter-Wafer ablösen und eine kosteneffizientere Fertigung ermöglichen sollen. Intel CTO Brian Krzanich: "Der Wechsel von einer Wafer-Größe zur nächstgrößeren hat in der Vergangenheit eine Kostenreduktion von etwa 30 bis 40 Prozent gebracht."

Zum anderen soll die ASML-Übernahme den schnelleren Einsatz von Extreme Ultraviolet Lithographie (EUV) bringen. Durch eine Belichtung mit EUV sollen in Zukunft Strukturbreiten kleiner als 15 Nanometer auf den Prozessoren möglich werden. Das ist entscheidend, um das von Intel-Gründer Gordon Moore aufgestellte Moores Law fortzuschreiben, nachdem sich die Leistungfähigkeit der Prozessoren etwa alle zwei Jahre verdoppelt.

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