INNOMAG e.V. Innovationsplattform Magnetische Mikrosysteme zählt bereits 26 Mitglieder

Redakteur: Gerd Kucera

Als gemeinnütziger Verein hatten sich im Februar 2007 Hersteller, Dienstleister und Anwender zur Innovationsplattform Magnetische Mikrosysteme“ zusammengeschlossen. INNOMAG e.V. hat heute 26 Mitglieder, die Entwicklung und Anwendung magnetischer Mikro- und Nanotechniken erleichtern wollen.

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Magnetische Sensoren sind bereits heute wichtige Schlüsselelemente in Produkten der Automobiltechnik (z.B. Drehzahl- und Positionsbestimmung) im Bereich der Automation (z.B. Drehgeber, Wegmessung, Stromsensoren) oder ermöglichen neue Lösungen im Bereich der Medizintechnik, Bioanalytik oder der zerstörungsfreien Materialprüfung.

Die in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins etablierte Initiative hat die nachhaltige Förderung und Erschließung von Anwendungen der magnetischen Mikro- und Nanotechnologien in Deutschland zum Ziel.

Das Rückgrad der deutschen Industrie stärken

Die inzwischen 26 Unternehmen und Einrichtungen zählende Organisation hat sich auf die folgenden Aufgaben und Ziele verständigt: Zusammenführung von Interessen und Fähigkeiten der deutschen Industrie entlang einer kompletten Wertschöpfungskette, Realisierung applikationsspezifischer Systemprototypen, Organisation von Schulung und Weiterbildung, Weiterentwicklung entsprechend optimierter und flexibler Fertigungstechniken, schneller Transfer von Ergebnissen der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung in die Produktentwicklung, Aufbau geeigneter Methoden für das Design und die Systemintegration und nicht zuletzt die Schaffung einer Informationsplattform zur Vernetzung aller Partner.

INNOMAG-Mitglieder sind Sensorikproduzenten, ASIC- und Magnethersteller, Dienstleister für Entwicklung aber auch Fertigung und Automatisierung, Forschungseinrichtungen mit der Kernkompetenz für Mikro- und Nanotechnologien, mittelständische bis konzerngebundene Unternehmen u.a. mit Anwendungen für die Automobiltechnik, Werkstoff- und Materialprüfung, Automation und Verkehrs- und Medizintechnik.

Neue Technik für neue Massenmärkte

In enger Zusammenarbeit mit den Forschungseinrichtungen hat der e.V. langfristige Forschungsaktivitäten beschlossen, um aus dem derzeitigen Wissensvorsprung konkrete Produkte entstehen zu lassen. Diese Ausrichtung steht dabei im Einklang zu den Zielen und Maßnahmen der High-Tech-Strategie der Bundesregierung, die die Bündelung der Kräfte in wichtigen Schlüsselbranchen und die Erschließung neuen Massenmärkten explizit fordert.

INNOMAG setzt sich damit als Industrieinitiative für die Förderung der magnetischen Mikro- und Nanotechnologie mit ihren verschiedenen Sensorprinzipien ein, die im Wesentlichen auf dem XMR- bzw. Halleffekt basieren. In Kombination mit modernen Fertigungstechniken und intelligenter Signalverarbeitung sowie Schaltungstechnik nebst innovativer Aufbau und Verbindungstechnik sollen neue kostengünstige und leistungsfähige Systeme ermöglicht werden, die auf Magnet-Sensorik beruhen.

Eigener INNOMAG-Schwerpunkt im MST-Kongress in Dresden

Der erste öffentliche Auftritt der INNOMAG-Mitglieder mit einem Gemeinschaftsstand auf der Hannover Messe und der SENSOR im April und Mai des Jahres war erfolgreich und damit ein wichtiger Meilenstein. Einen eigenen INNOMAG-Schwerpunkt gibt es auf dem Mikrosystemtechnik-Kongress in Dresden (15. bis 17. Oktober 2007) sowie auf der SPS/IPC/DRIVES (27. bis 29. November 2007) in Nürnberg.

Die Innovationsplattform INNOMAG wird vom Wirtschaftsministerium des Landes Rheinland-Pfalz unterstützt. Das BMBF hat einen Förderschwerpunkt „Magnetische Mikro- und Nanotechnologien“ für industrielle Verbundprojekte aufgelegt. Projektskizzen lassen sich noch bis zum 31.08.2007 einreichen.

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