Hannover Messe

In der Fabrik der Zukunft steht der Mensch im Fokus

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An den Stationen 2 und 3 sind die Arbeitsplätze eines Meisters, der den Arbeitsplan vorgibt, und eines Werkers, der den Plan umsetzt, installiert. Integriert ist eine intelligente Werkzeugmaschine, die innerhalb des Prozesses kommunizieren kann und die Bearbeitung der Zahnräder übernimmt. Im Projekt iWePro erproben IPK-Entwickler gemeinsam mit Industriepartnern, wie sich auf der Fertigungsebene eine Zahnradproduktion ohne Verkettung zuverlässig steuern lässt.

Werkstattfertigung statt Linienproduktion

Ziel des Projekts, dessen Vorarbeiten in die Darstellung auf der Hannover Messe einfließen, ist die Erschließung innovativer Produktionskonzepte. Es soll die Vision einer flexiblen smarten Werkstattfertigung mit dezentraler Fertigungssteuerung realisiert werden. Ob diese Inselfertigung am Ende den Anforderungen der Kunden hinsichtlich mehr Individualität besser gerecht wird als die hoch ausgefeilte klassische Fertigung in der Linie, wird nun evaluiert.

Dabei soll eine aufwändige Simulation helfen, mit der die Forscher durchspielen können, welche Kombination aus zentraler Planung und flexibler Umplanung für welchen Anwendungsfall geeignet ist – und welche Eingriffe durch die Werker sinnvoll sind.

Unverzichtbar bleibt in der Fabrik der Zukunft ein intelligentes Transportsystem, das die Logistik von Materialien und Bauteilen bewerkstelligt. Diese Komponente ist in Station 4 dargestellt und verfügt über verschiedene Möglichkeiten bis hin zum führerlosen Flurförderzeug.

An Station 5 arbeitet ein Montageroboter, der die fertigen verschiedenen Zahnräder auf unterschiedliche Wellen fügt. Das System muss also selbstständig erkennen, um welche Welle es sich jeweils handelt. Roboter dieser Art, die also feinfühlig kraftschlüssige Aufgaben erledigen können, sind immer noch eine Besonderheit in Industrieprozessen.

Solche Maschinen können künftig Mitarbeiter unterstützen und von monotonen Tätigkeiten entbinden. Informationstechnisch ist der Montageplatz in das Industry Cockpit integriert, sodass vielfältige Daten aus dem Prozess Qualitätsanalysen und detaillierte Auswertungen ermöglichen.

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