Geostationäre Kommunikationssatelliten HummingSat setzt auf HF-Nutzlasttests von Keysight

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Die kleinen und wendigen HummigSat-Satelliten sollen im geostationären Orbit Rundfunkdienste im Ku-Band sowie Breitbandanwendungen übertragen. Vor dem Start im Jahr 2026 muss Intelsat 45 ausgiebig getestet werden.

Geostationärer Orbit: Jedes der komplexen Systeme und Nutzlasten eines Satelliten mus einwandfrei funktionieren.(Bild:  Keysight)
Geostationärer Orbit: Jedes der komplexen Systeme und Nutzlasten eines Satelliten mus einwandfrei funktionieren.
(Bild: Keysight)

Kleine geostationäre Satelliten sind gefragt. So hatte der Satellitenbetreiber Intelsat im vergangenen Jahr den ersten kleinen geostationären „HummingSat“ in Auftrag gegeben, der im Rahmen der ESA-Bemühungen zur Unterstützung schneller, dynamischer und agiler privater europäischer Raumfahrtunternehmen vom Schweizer Unternehmen SWISSto12 entwickelt wurde. Der Satellit trägt den Namen Intelsat 45 (IS-45).

Benannt nach dem winzigen, wendigen, sich schnell bewegenden und doch scheinbar in der Luft stillstehendem Kolibri, haben HummingSats ein Volumen von etwas mehr als einem Kubikmeter und sind damit nur ein Zehntel so groß wie herkömmliche Satelliten, die sich in einer geostationären Umlaufbahn in 36.000 Kilometern Höhe befinden.

HF-Nutzlast eines geostationären Satelliten

HummingSats sind wesentlich kostengünstiger zu bauen und zu starten, da sie klein und leicht sind. Sie sind als Co-Passagier auf Trägerraketen konzipiert, die ein oder mehrere größere Satelliten in eine geostationäre Transferbahn bringen. Die Satelliten nutzen innovative, additiv gefertigte Hochfrequenztechnik und sollen viel größere, alte Satelliten ergänzen, um die Kapazität bei Bedarf zu erhöhen und zu erweitern.

Damit Satelliten in der geostationären Umlaufbahn funktionieren, sind ausgiebige Tests notwendig. Der Satellitenbauer SWISSto12 greift dazu auf das Expertenwissen von Keysight zurück. Konkret geht es um das Keysight Payload Test System (PTS). Damit lässt sich die HF-Nutzlast des geostationären Satelliten Intelsat 45 validieren.

Beim Start eines Telekommunikationssatelliten ist kein Platz für Fehler. Sobald er in der Umlaufbahn ist, muss jedes der komplexen Systeme und Nutzlasten eines Satelliten einwandfrei funktionieren. Daher müssen die Satellitenhersteller jedes Teil eines Satelliten während der Produktion und Montage gründlich testen, um die Leistung der Nutzlast des Satelliten zu überprüfen, bevor er die Startrampe verlässt.

Uplink- und Downlink-Pfade unterbrechungsfrei kalibrieren

Der Start von Intelsat 45 ist für 2026 geplant. Mit dem Satellit sollen über Ku-Band Rundfunkdienste für Medienunternehmen und Breitbandkonnektivität für Telekommunikationsanbieter bereitgestellt werden. Das Keysight PTS bietet SWISSto12 ein komplettes integriertes Set von Messgeräten, Signalkonditionierungs- und Messkalibrierungshardware sowie Steuerungssoftware, um die HummingSat HF-Nutzlast umfassend und gründlich zu testen.

Das PTS wird mit der HummingSat-Nutzlast über eine modulare Schaltmatrix-Plattform verbunden. Diese enthält schaltbare CalPod Assembly Module, die eine Kalibrierung der Uplink- und Downlink-Pfade ohne Unterbrechung der Verbindung ermöglichen. Mit dieser Funktion wird eine bewegliche Software-Kalibrierungsebene geschaffen, die den Produktionsfluss vereinfacht, da Unterbrechungen, die normalerweise mit periodischen Kalibrierungen einhergehen, vermieden werden. Darüber hinaus ist die Software-Suite Keysight CodeOne mit den SWISSto12 Systemcontrollern verbunden, um automatisierte, genaue und wiederholbare Messungen für alle Nutzlasttestzyklen zu ermöglichen.

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